Ein Waldspaziergang stärkt unser Immunsystem und soll Krebs vorbeugen

Ein Waldspaziergang ist gut für Leib und Seele.

Was viele Menschen intuitiv spüren, konnte jetzt von Forschern nachgewiesen werden. So haben Forscher festgestellt, dass nach einer langen Waldwanderung die Zahl der natürlichen Killerzellen im menschlichen Immunsystem deutlich erhöht ist. Gleiches gilt für die Zahl und Aktivität der sog. Anti-Krebs-Proteine (vgl. Natur & Heilen, Ausgabe April 4/2017).

Möglich machen das bioaktive Substanzen, darunter auch Terpene, die wir über die Atmung und Haut aufnehmen. Terpene sind sekundäre Pflanzenstoffe und ätherische Öle, die aus Blättern, Nadeln und anderen Pflanzenteilen stammen. Sie sind in der Lage, unsere körpereigenen Killerzellen zu aktivieren. Jene Zellen also, die unter anderem Krebszellen erkennen und zerstören.

„Bereits ein einziger Tag in einem Waldgebiet steigert die Zahl unserer natürlichen Killerzellen im Blut um fast 40 Prozent“, schreibt Biologe und mittlerweile Autor Arvay in seinem Buch „Der Biophilia-Effekt. Heilung aus dem Wald“. Diese erhöhte Aktivität halte – je nachdem, wie lange wir im Wald sind – sieben bis 30 Tage an. Das haben unter anderem Wissenschaftler der Nippon Medical School, einer medizinischen Universität in Tokio, nachgewiesen. Dort hat der Umweltimmunologe Qing Li zudem in zahlreichen Studien herausgefunden, dass Spaziergänge unter Bäumen auch Depressionen und Ängste lindern können (vgl. „Die Presse“, Print-Ausgabe, 04.09.2016 ).

Ein längerer Aufenthalt im Wald senkt außerdem das Stresshormon Kortisol im menschlichen Körper, die Zahl der Herzschläge pro Minute nimmt ab und der Blutdruck normalisiert sich (vgl. Natur & Heilen, Ausgabe April 4/2017).