Perlacher und Grünwalder Forst

Der Perlacher und Grünwalder Forst ist ein 32,94 km² großes Waldgebiet im Münchner Südosten und hat als Naherholungsgebiet überragende Bedeutung für die Münchner Bevölkerung. Er ist Lebensraum für eine Vielzahl von Pflanzen und Tiere – darunter auch sehr seltene und geschützte Arten. Er ist die grüne Lunge des Münchner Südens und wirkt als Frischluftschneise, wodurch die Erwärmung der Innenstadt gemindert und das Stadtklima damit reguliert wird.

 

Geschichte

Auch historisch ist der Perlacher und Grünwalder Forst interessant: Durch den Wald verläuft die ehemalige Römerstraße Via Julia, die von Augsburg nach Salzburg führte. Die Trasse ist als 0,6 m hoher und 8 bis 10 m breiter Damm im Gelände zu erkennen.

Im Wald befindet sich auch eine sogenannte Römerschanze, die wohl eine Abschnittsbefestigung der späten römischen Kaiserzeit war und aus dem 10. Jahrhundert stammt. Darunter befinden sich Mauerreste einer kleinen römischen Siedlung aus dem 4. Jahrhundert sowie ein Burgstall aus dem hohen Mittelalter. Außerdem eine Brücke aus der römischen Kaiserzeit und zwei Grabhügel aus vorgeschichtlicher Zeit, mit Funden aus der Bronze- und Hallstattzeit sowie eine Viereckschanze aus der späten Latènezeit.

Im 17. Jahrhundert kam es zu einem starken Rückgang der stadtnahen Waldflächen. Ursächlich war die Zunahme der Münchner Bevölkerung, welche mit einer ungeregelten Holznutzung und einer Zunahme landwirtschaftlicher Flächen einherging. Zugleich entwickelten sich u.a. im Perlacher und Grünwalder Forst sog. Hutewälder (Forstwiesen), in denen Schweine, Rinder, Pferde und Schafe weideten. Im Perlacher Forst beispielsweise weideten, wie Mathias Schilcher, kurfürstlicher Forstkommissär und Taxator für das Oberland, für die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts festhielt –oft ohne Hirten – aus 22 Ortschaften 3 500 Stück Hornvieh, 1 000 Pferde und mehrere hundert Schafe (vgl. Bayerns Wälder 250 Jahre Bayerische Staatsforstverwaltung, Haus der Bayerischen Geschichte, Carl Schmöller / Jacques Andreas Volland, S.11)

Zur Repräsentation herrschaftlicher Macht begannen in der Mitte des 17. Jahrhunderts außerdem die großen Jagden der bayerischen Herzöge, Kurfürsten und Könige, welche damals die alleinige Jagdberechtigung besaßen.

So war beispielsweise die Grünwalder Sauschütt über mehrere Jahrhunderte ein jagdlicher Stützpunkt für die bayerischen Hofjagden. Ein wichtiger Bestandteil des heutigen Walderlebniszentrums ist der von König Max II. errichtete königliche Jagdpavillon aus dem Jahr 1863, den angeblich sogar schon der französische Kaiser Napoleon auf dem Rückweg von seinem Russland-Feldzug besucht haben soll.

Die Jagdtradition der bayerischen Hofjagden ging erst am 7. Oktober 1918 zu Ende, als der zur Flucht gezwungene König Ludwig III. einen letzten Hirsch erlegte (vgl. hierzu Naturschutzkonzept Forstbetrieb München, S. 8)

Mit Beginn einer geregelten Forstwirtschaft Anfang des 19. Jahrhunderts wurden Kahlflächen erschlossen und wiederbewaldet. Aufgrund von Spätfrösten, degradierten Böden, Unkrautkonkurrenz und Mäusefraß gab es gravierende Misserfolge bei der Etablierung von Laubholzkulturen. Daraufhin wurden die Flächen mit relativ widerstandsfähigen Fichten und Kiefern durchforstet, welche heute noch das Erscheinungsbild prägen. (vgl. hierzu Naturschutzkonzept Forstbetrieb München, S. 8)

Aktuell werden die Waldgebiete südlich von München, darunter auch der Perlacher und Grünwalder Forst, zu laubholzreichen Mischwäldern umgewandelt.

Eine Besonderheit im Perlacher Forst und Grünwalder Forst ist der sogenannte Mugl, wie man im österreichisch-bayerischen Sprachraum zu einem kleinen Hügel sagt. An der Stelle, auf der sich heute der Mugl erhebt, war früher eine bei Jägern bekannte Hirschbrunftwiese. In der Nähe lag das sogenannte Rote Haus, ein Wittelsbacher Jagdschloss aus dem 18. Jahrhundert. Im Süden der Hirschwiese ist die „alte Suhllacke“ noch als Bodenmulde zu erkennen. Später stand auf der Wiese bis 1944 das Haus des ehemaligen königlichen Wildwärters. Im Zweiten Weltkrieg wurde dort ein großer Bunker mit Flugabwehrgeschützen errichtet, der nach Kriegsende aufgrund seiner massiven Bauweise nicht abgetragen werden konnte. Stattdessen wurde der Bunker 1970 mit dem Aushubmaterial des McGraw-Grabens überdeckt, welcher das Ende des Münchener Autobahnrings der A99 / A995 mit dem Mittleren Ring verbindet. Durch die Aufschüttung entstand der Mugl, der heute ein beliebter Aussichtsberg ist. Von der 26 Meter hohen Anhöhe (587 Meter über dem Meeresspiegel) hat man bei gutem Wetter einen schönen Blick über den Perlacher und Grünwalder Forst bis zum Alpenhauptkamm mit seinen zahlreichen Gipfeln. Auf dem Mugl steht ein Pavillon, in dem sechs anschauliche Informationstafeln über die regionale Wald- und Forstgeschichte von der Eiszeit bis heute informieren.

 

Naturparadis

Wald ist mehr als eine Ansammlung von Bäumen. Wald ist Mythos, Wald ist Emotion und er ist Projektionsfläche für den Zeitgeist. Im Mittelalter war der Wald Sinnbild für Ängste – vor bösen Wölfen oder Hexen. Wildnis galt als Synonym für Bedrohung, für Unbeherrschbarkeit und Todesangst. Die Menschen setzten alles daran, die Wildnis zu zähmen, um sich sicher und heimisch zu fühlen. Seit es kaum noch Wildnis gibt, wächst die Sehnsucht nach der unberührten Natur. In einer zunehmend technisierten und durchorganisierten Welt steht die Wildnis für positive Eigenschaften und gilt als Verheißung von Freiheit und Abenteuer (vgl. Welt 24, Die Sehnsucht nach der unberührten Natur, Artikel vom 28.04.2014)

So verwundert es nicht, dass es nach einer Studie zum „Naturbewusstsein 2013“ des Bundesamts für Naturschutz 42 Prozent der Befragten begrüßen würden, wenn es in Deutschland mehr Naturflächen geben würde, die wieder sich selbst überlassen werden. Vor allem in Wäldern sollte sich mehr Wildnis entwickeln können. 65 Prozent der Befragten gaben zu Protokoll, dass ihnen die Natur umso besser gefällt, je wilder sie ist. Nur 36 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass ein Wald „ordentlich“ aussehen sollte (vgl. Welt 24, Die Sehnsucht nach der unberührten Natur, Artikel vom 28.04.2014)

Bei uns im Perlacher und Grünwalder Forst gibt es eine Reihe kleiner, oftmals nahezu unbemerkte Naturparadiese. Was aber bis jetzt fehlt und wofür wir uns einsetzen sind Schutzgebiete, in denen sich der Wald ungestört entwickeln kann, sodass sich zumindest langfristig auf einigen Flächen wieder Buchen- und Eichenurwälder entwickeln können.

 

Sport und Freizeit

Ob zum Entspannen, um Freunde zu treffen, mit dem Hund Gassi zu gehen oder sportlichen Aktivitäten nachzugehen – der Perlacher und Grünwalder Forst bietet Euch zahlreiche Möglichkeiten. Und das zu jeder Jahreszeit.

Wenn Ihr gerne abseits der Wege geht und ein gutes Orientierungsvermögen habt, könnt Ihr nach Lust und Laune auf kleinen Pfaden durch den Wald wandern und auf gelegentlichen Baumstämmen balancieren.

Joggen

Wenn Ihr gerne joggt, findet Ihr im Perlacher Forst einen 2,6 km langen Trimm Dich Pfad mit vielen Übungsstationen. Viele Stationen des Trimm Dich Pfades sind reine Dehn- und Mobilisierungsübungen. Das vorhandene Equipment ist sehr gut für das Training mit dem eigenen Körpergewicht geeignet und verfügt über eine gute Reckstangenkonstruktion in Dreieckanordnung, daher ist auch das Calisthenics und Street Workout Training hier möglich. Außerdem findet Ihr auf der Laufstrecke einige Low Bars und eine gute Hangelstrecke aus zwei Stangen.

Und das Schönste: Ab und zu könnt Ihr im Perlacher Forst dem ein oder anderen Spieler von FC Bayern beim Joggen zusehen.

Radfahren

Aber auch für alle Liebhaber des Radsports bietet der Perlacher und Grünwalder Forst perfekte Möglichkeiten auf leichten, teilweise sogar asphaltierten Wegen. Und wenn Ihr mögt, könnt Ihr sogar ein knapp 20 Kilometer langes Teilstück des RadlRings München auf speziell gepflegten Wegen durch den Perlacher und Grünwalder Forst fahren.

Und für alle, die es nicht wissen: Der RadlRing wurde 2005 im Rahmen der Bundesgartenschau angelegt und führt einmal um die Landeshauptstadt. Er führt an vielen berühmten Sehenswürdigkeiten wie dem Schloss Schleißheim oder dem Kloster Fürstenfeld vorbei und quert das hügelige Gelände im Brucker Land, die Isar- und Amperauen sowie den Perlacher und Grünwalder Forst und den Forstenrieder Park.

Biergarten

Ein beliebtes Ziel für Radtouren und Spaziergänge am südöstlichen Rand des Perlacher Forstes ist die Kugler Alm, ein traditionsreicher Biergarten mit großem Spielplatz und Ponyreiten für Kinder, immer Sonntags bei schönem Wetter.

Ebenfalls sehr beliebt ist die „Nussbaum-Ranch“, ein kleiner Kiosk, an dem die Kinder ein Eis essen und die Eltern ein kühles Radler trinken können. Wer von Euch die mit uns am Rande des Perlacher und Grünwalder Forstes aufgewachsen sind, kann sich noch an sein erstes Eis bei der Nussbaum Ranch (mit Vorliebe Ed von Schleck) erinnern und an die kleinen Kaulquappen im Bach daneben?

Walderlebniszentrum

Ein ganz besonderes Angebot gibt es im idyllisch gelegenen Walderlebniszentrum in Grünwald. Hier könnt Ihr den Wald mit allen Sinnen erleben. Das Walderlebniszentrum bietet Waldführungen, Firmenveranstaltungen, Kindergeburtstage und vieles mehr. Besondere Attraktionen sind ein Walderlebnispfad, verschiedene Ausstellungen, ein Insektenhaus und natürlich das Wildschweingehege.

 

Tiere

Der Perlacher und Grünwalder Forst ist Lebensraum für eine Vielzahl von Tieren. Darunter auch bedrohte und besonders seltene und geschützte Arten.

Mitmachen

Wir wollen Euch hier einige der im Perlacher und Grünwalder Forst lebenden Tiere vorstellen. Unser Ziel ist es, dass hier im Laufe der Jahre ein immer vollständiger werdender Überblick über die vielen kleinen Waldbewohner entsteht. Gerne könnt Ihr uns dabei unterstützen, indem Ihr uns Fotos und Porträts von Tieren schicken, die Ihr im Perlacher und Grünwalder Forst gesehen habt. Möglicherweise befinden sich darunter auch ganz neue Gäste, die sich hier im Perlacher und Grünwalder Forst angesiedelt haben.

Säugetiere

 

RehBei uns im Perlacher und Grünwalder Forst könnt Ihr vor allem in der Dämmerung Rehe beobachten oder ihre bellenden Rufe hören.

Lebensweise

Rehe gehören zu den großen Pflanzenfresser Mitteleuropas. Sie sind ziemlich anpassungsfähig und können sowohl im Wald als auch in offenen, extensiv bewirtschafteten Landschaften leben. Das Reh ist die in Europa häufigste und kleinste Art der Hirsche.

Während des Sommerhalbjahrs lebt das Reh überwiegend einzeln oder in kleinen Gruppen, bestehend aus einer Ricke und ihren Kitzen, im Winter bilden sich Verbände (sog. Sprünge), die meist mehr als drei oder vier Tiere umfassen. Rehe, die in der offenen Agrarlandschaft leben, bilden Sprünge von mehr als zwanzig Individuen.

Entgegen mancher Vermutungen tragen bei den Rehen nur die Böcke ein Geweih.

Ein bellender Laut ist die auffälligste und am häufigsten zu vernehmende Lautäußerung des Rehs, die Ihr sicher alle schon mal im Wald gehört habt. Belllaute sind meist dann zu hören, wenn Rehe aufgeschreckt werden, aber die Ursache der Störung noch nicht identifiziert haben. Der Laut drückt eher Erregtheit und Aggression als Angst aus. Ein bellendes Reh signalisiert dem Störer unter anderem, dass es ihn entdeckt hat – für einen potentiellen Fressfeind ist in diesem Fall eine weitere Annäherung sinnlos. Seinen Artgenossen teilt das Reh über das Bellen auch mit, wo es sich befindet.

Reh

Fressverhalten

Rehe erkennen ihnen bekannte Pflanzen, darunter auch junge Forstpflanzen, übrigens an Geruch und Geschmack, neue Nahrungspflanzen erschließen sie sich in der Regel nur allmählich. Beäst werden die Pflanzen vom Erdboden bis in eine Höhe von 120 Zentimeter. Bevorzugt fressen Rehe jedoch die Pflanzenteile, die etwa 75 Zentimeter über dem Boden stehen.

Feinde

Die natürlichen Feinde der Rehe sind vor allem Rotfüchse, Luchse und Wölfe. Vor allem für den im Bayerischen Wald vereinzelt wieder beheimateten Luchs stellt das Reh die bevorzugte Beute dar. Bei uns im Perlacher und Grünwalder Forst kommt als Feind ausschließlich der Rotfuchs in Betracht, der in der Lage ist, ausgewachsene Rehe zu töten, wenn hohe Schneelagen Rehe in ihrer Fortbewegung behindern. Weit häufiger erbeuten Füchse jedoch die kleinen Kitze, wenn diese noch nicht älter als zwei Monate sind oder geschwächte Alttiere.

Quelle: www.wikipedia.org

fuchsBei uns im Perlacher und Grünwalder Forst könnt Ihr mit etwas Glück vor allem in der Dämmerung den ein oder anderen Fuchs über den Weg laufen sehen.

Lebensweise

Der Rotfuchs (Vulpes vulpes) ist der einzige mitteleuropäische Vertreter der Füchse und wird daher meistens als „der Fuchs“ bezeichnet.

Der Nahrungsopportunist Rotfuchs stellt an seinen Lebensraum keine besonderen Anforderungen. Wälder, Grasland, Äcker und in jüngerer Zeit zunehmend auch Siedlungsgebiete sind unterschiedlich geeignete Lebensräume für die Rotfüchse.

Der Fuchs zieht sich tagsüber nur bei schlechter Witterung oder zur Ranzzeit (Paarungszeit) in seinen Bau zurück, ansonsten verweilt er in schützender Deckung unter Büschen und Sträuchern. Bei Dämmerung macht er sich dann auf die Suche nach Nahrung.

Fressverhalten

Der Rotfuchs ist ein anspruchsloser Allesfresser. Er stellt seine Ernährung bei Bestandsschwankungen der Beutetiere kurzfristig um und nimmt generell mit dem vorlieb, was leicht zu erbeuten ist und einen hohen Energiegehalt bietet. Die Nahrungszusammensetzung ist somit lokal und saisonal unterschiedlich.

roter Fuchs im Schnee

Wichtige Beutetiere sind Mäuse, aber auch Junghasen sowie Kaninchen. Regenwürmer werden insbesondere auf frischen Grünlandböden erbeutet. Aufgrund ihres Fett- und Proteingehaltes stellen sie eine energiereiche Nahrung dar.

Aber auch Früchte spielen bei der Ernährung des Fuchses im Sommer eine wichtige Rolle, wobei süße Sorten wie Kirschen, Zwetschgen und Mirabellen bevorzugt werden. In Notzeiten steht auch Aas auf seinem Speiseplan.

Bei Stadtfüchsen machen natürliche Futterquellen wie Nager nur einen geringen Anteil aus, stattdessen dominieren kultivierte Früchte, Küchenabfälle (inklusive Kompost und Fleischresten) sowie für Katzen oder Vögel angebotenes Futter.

Rotfüchse sind in der Lage, ausgewachsene Rehe zu töten, wenn hohe Schneelagen Rehe in ihrer Fortbewegung behindern. Sie schlagen jedoch gewöhnlich nur Jungtiere, die nicht älter als zwei Monate sind oder geschwächte Alttiere.

Quelle: www.wikipedia.org

fledermausBei uns im Perlacher und Grünwalder Forst könnt Ihr in der Dämmerung im Sommer die Fledermäuse bei ihrer Nahrungssuche beobachten.

Lebensweise

Vom Mensch häufig unbemerkt leben 22 Fledermausarten in Bayern. Etwa zwei Drittel davon sind eng an den Wald gebunden. Für diese einzigartigen und bedrohten Säugetiere stellen unsere heimischen Wälder einen unverzichtbaren Lebensraum dar. Hier finden sie ein ergiebiges Nahrungsangebot und eine Vielzahl an potenziellen Quartieren.

Doch nicht jeder Wald bietet die notwendigen Strukturen für das Überleben dieser Arten. Fledermäuse nutzen vor allem an alten Bäumen natürlich auftretende Strukturen als Quartiere. Diese bieten als Tagesversteck Schutz vor Witterungseinflüssen und Räubern. Wichtig hierbei ist eine ausreichende Anzahl an Quartieren, da sie von den Fledermäusen regelmäßig, manchmal täglich, gewechselt werden. Das dient vor allem der Feind- und Parasitenvermeidung. Geeignete Fledermausquartiere im Wald sind abstehende Rinde, Zwieselbildungen, Baumhöhlen oder Stammrisse. Durch die Förderung und Erhaltung von Bäumen mit Höhlen bzw. Spaltenquartieren in älteren Beständen und den Aufbau eines Nachfolgeverbundes aus Biotopbaumanwärtern in jüngeren Beständen kann langfristig ein Netz aus geeigneten Quartieren entstehen. Vor allem stehende abgestorbene Bäume weisen oft zahlreiche Quartierstrukturen auf und sollten belassen werden. Insbesondere Höhlenbäume verdienen besondere Beachtung. In strukturarmen Wäldern ist es sinnvoll, um die Quartierarmut zu überbrücken, künstliche Quartiere in Form von Fledermauskästen zu schaffen.

Fledermäuse sind übrigens die einzigen fliegenden Säugetiere.

Fledermäuse sind hochsoziale Tiere, welche die meiste Zeit des Jahres in Gruppen zusammenleben. In ihren Quartieren suchen sie meist engen Körperkontakt mit anderen Tieren, wodurch sich Fledermauspulke bilden (Schlafverband). Dies hat den Vorteil, dass die einzelnen Tiere wenig Energie für die Körperaufwärmung aufwenden müssen und verbrauchen.

Zwei Fledermäuse

Fressverhalten

Alle deutschen und europäischen Fledermäuse fressen kleine Insekten wie Mücken, Fliegen, Nachtfalter, Käfer und auch verschiedene Spinnen. Manche fressen sogar Käfer, die auf dem Boden leben. In einer Jagdnacht frisst eine Fledermaus zwischen einem Viertel und einem Drittel ihres Körpergewichts, darunter auch forstliche Schadinsekten, was wiederum dem Wald zugutekommt.

Feinde

Natürliche Feinde der Fledermäuse sind vor allem Katzen, Greifvögel und Eulen. Außerdem gibt es eine Reihe von großen, fleischfressenden Fledermausarten, die neben anderen Beutetieren auch kleinere Fledermäuse jagen.

Quelle: www.wikipedia.org

haseBei uns im Perlacher und Grünwalder Forst kann man mit ein bisschen Glück in der Dämmerung oder am frühen Morgen den ein oder anderen Hasen auf einer der Waldwiese sehen.

Lebensweise

Der Feldhase ist in ganz Europa verbreitet. Als ursprünglicher Steppenbewohner besiedelt der Hase heute landwirtschaftliche Flächen und besonders solche, auf denen Gemüse angebaut wird. Er schätzt trockene Böden, Feldgehölze, Hecken und kleine Wäldchen. In größeren Waldgebieten trifft man Hasen nur selten an. Hasen leben als Einzelgänger oder im Paar.

FressverhaltenHase

Zur Dämmerung werden die Hasen aktiv und gehen auf Nahrungssuche. Ihre Nahrung besteht hauptsächlich aus saftigen Gräsern, Kräutern, Wurzeln, Getreidesaaten, Kohl und Rüben. Im Winter sind es auch Knospen, Triebe und Rinde.

Feinde

Die natürlichen Feinde des Hasen sind vor allem Fuchs, Marder, Eule, Iltis, Wiesel, Habicht und Milan sowie wildernde Hunde und Katzen

Quelle: www.wikipedia.org

EichhörnchenBei uns im Perlacher und Grünwalder Forst gibt es viele Eichhörnchen die Ihr auf den Bäumen beobachten könnt.

Lebensweise

Eichhörnchen sind tagaktiv. Die Tiere klettern sehr geschickt und bewegen sich stoßweise voran, ihre Bewegungen sind sehr schnell und präzise. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie einen Baumstamm oder eine raue Hausfassade hinauf- oder mit dem Kopf voran hinunterklettern. Eichhörnchen wagen sich wegen ihres geringen Gewichtes auch auf sehr dünne Zweige, dabei bewegen sie sich stets springend vorwärts und sind damit jedem Verfolger absolut überlegen. Auch auf dem Boden bewegen sie sich in Sprüngen, nicht im Galopp wie andere Vierbeiner; dabei sind sie relativ langsam und können leicht von Hunden und Katzen gegriffen, auf Straßen auch von Autos überfahren werden.

Zum Schlafen und Ruhen bauen Eichhörnchen Nester, die Kobel genannt werden. Dabei handelt es sich um hohlkugelförmige Bauten. Sie werden in einer Astgabel oder an der Basis eines Astes platziert, normalerweise in Höhen über sechs Metern. Der Durchmesser des Nestes beträgt etwa 30 bis 50 cm, während der Innendurchmesser bei 15 bis 20 cm liegt. Der Kobel wird aus Zweigen, Nadeln und Blättern errichtet, innen wird er mit Moosen, Blättern und Gras ausgepolstert. Er ist beinahe wasserdicht, durch die dicke Wandstärke bietet er im Winter einen guten Wärmeschutz. Die Kobel besitzen mindestens zwei Schlupflöcher, wobei eines davon immer nach unten weist, weil Eichhörnchen, anders als Vögel, von unten in ihre Behausung gehen.

Fressverhalten

Eichhörnchen gehören zu den Allesfressern. Dabei variiert die Nahrung der Tiere je nach Jahreszeit. Sie besteht in erster Linie aus Beeren, Nüssen und anderen Früchten sowie Samen. Daneben werden auch Knospen, Rinde, Baumsaft, Blüten, Flechten, Körner, Pilze, Obst und wirbellose Tiere wie beispielsweise Würmer gefressen. Auch Vogeleier und Jungvögel sowie Insekten, Larven und Schnecken gehören zum Nahrungsspektrum. Typischerweise wird die Nahrung beim Fressen in den Vorderpfoten gehalten.

Eichhörnchen verbrauchen die Samen von bis zu 100 Fichtenzapfen pro Tag; durchschnittlich sind es täglich 80 bis 100 Gramm.

Wisst Ihr, warum Ihr im Winter regelmäßig viele am Boden liegende, grüne, 5 bis 15 cm lange Fichtentriebe sowie eine große Anzahl von ausgefressenen Knospen beobachten könnt? Eichhörnchen beißen gezielt die Triebspitzen ab, um an die männlichen Blütenknospen zu gelangen. Die nicht mehr benötigte Triebspitze wird dabei fallengelassen und findet sich dann am Boden als teils größere Ansammlung wieder. Mehrere Hundert solcher Triebspitzen kann ein Eichhörnchen am Tag abbeißen.

Eichhörnchen

Feinde

Zu den natürlichen Fressfeinden des Eichhörnchens zählt der Baummarder. Er klettert fast so geschickt wie das Eichhörnchen. Während das Eichhörnchen am Tage durch sein geringeres Gewicht im Vorteil ist, überrascht der nachtaktive Baummarder das Eichhörnchen gern im Schlaf. Weitere Feinde sind die Wildkatze, der Uhu, der Habicht und der Mäusebussard. Den Greifvögeln können die Eichhörnchen häufig entkommen, indem sie in kreisenden Bewegungen um den Baumstamm herumlaufen. In höchster Not kann sich das Eichhörnchen aus großer Höhe bis zum Boden fallen lassen, ohne sich zu verletzen. Junge Eichhörnchen fallen in den Kobeln oft Wieseln zum Opfer. In Parks und Gärten ist übrigens die Hauskatze der größte Feind des Eichhörnchens.

Quelle: www.wikipedia.org

baummarderBei uns im Perlacher und Grünwalder Forst gibt es einige Baummarder. Allerdings braucht Ihr sehr viel Glück, um diese beobachten zu können.

Lebensweise

Der Baummarder bewohnt größere Wälder bis hin zur Baumgrenze. Er ist dabei ein Bewohner der Baumwipfel und des oberen Geästes, während der Steinmarder ein typischer Bodenbewohner ist. Meist hält sich der Baummarder von den menschlichen Siedlungen fern. Ganz im Gegensatz zu dem Steinmarder, welcher sich als Kulturfolge meist in der Nähe menschlicher Siedlungen oder Parks, aber auch bei uns im Wald aufhält.

Das Fell des Baummarders ist kastanien- bis dunkelbraun gefärbt, der Kehlfleck ist gelblichbraun und nach unten abgerundet und nicht wie beim Steinmarder weiß und gegabelt.

Baummarder können sehr gut klettern und springen, wobei sie bis zu vier Meter überwinden können. Sie legen in ihrem Revier einige Nester an, vorrangig in Baumhöhlen, manchmal aber auch in verlassenen Eichhörnchenkobeln oder Greifvogelnestern. In diese Ruheplätze ziehen sie sich tagsüber zurück, in der Dämmerung und der Nacht begeben sie sich auf Nahrungssuche.

Baummarder

Fressverhalten

Baummarder sind Allesfresser, bevorzugen jedoch kleine Säugetiere (zum Beispiel Wühlmäuse und Eichhörnchen) sowie Vögel und deren Eier. Sie nehmen aber auch Reptilien, Frösche, Schnecken, Insekten und Aas zu sich. Früchte, Beeren und Nüsse können insbesondere im Spätsommer und Herbst einen Teil ihrer Nahrung ausmachen. Seine Beute tötet der Baummarder durch einen Biss in den Nacken, im Spätsommer und Herbst legt er auch Nahrungsvorräte für die kalte Jahreszeit an.

Feinde

Die direkten Feinde des Baummarders sind in erster Linie Greifvögel.

Quelle: www.wikipedia.org, www.natur-lexikon.com

mausBei uns im Perlacher und Grünwalder Forst gibt es zahlreiche verschieden Mäusearten wie zum Beispiel die Waldmaus, die Feldmaus oder die Waldspitzmaus, um nur einige zu nennen.

Lebensweise

Mäuse spielen im Ökosystem eine eminent wichtige Rolle. Sie stellen die Nahrung für viele „Raubtiere“ wie Greifvögel, Eulen, Fuchs, Marder, Iltis, Wiesel oder Schlangen dar. Außerdem tragen sie zur Verbreitung von Samen bei. Verluste durch Feinde machen Mäuse mit einer phänomenalen Reproduktionsfähigkeit wett. Mit fünf Wochen sind die Tiere geschlechtsreif. Im Verlaufe eines Sommers können sich 4 bis 5 Generationen entwickeln.

Mäuse sind überwiegend Bodenbewohner, können aber gut klettern sowie – zumindest im Fall der Hausmaus – auch schwimmen. Als Ruheplätze dienen ihnen Felsspalten, selbst gegrabene Erdbaue oder menschengemachte Unterschlupfe.

Echte Mäuse halten übrigens keinen Winterschlaf, können aber ihre Körperfunktionen so weit herunterfahren, dass sie in eine Art Erstarrungszustand fallen, um Energie zu sparen. Das ist immer dann angesagt, wenn die Nahrung knapp wird. Die wild lebenden Arten sind in der Regel nachtaktiv, während die Arten in Menschennähe sowohl am Tage wie auch in der Nacht unterwegs sind.

Fressverhalten

Mäuse ernähren sich von vielerlei pflanzlichen Materialien, etwa Samen, Wurzeln, Blätter und Stängel. Einige Arten fressen auch Insekten und andere Kleintiere, wenn verfügbar. Waldmäuse fressen zum Beispiel auch kleine Vögel und Würmer. Auch die Rinde junger Bäume wird im Notfall nicht verschmäht. Wie einige von Euch sicherlich aus eigener Erfahrung wissen, fressen Mäuse – vor allem im Umfeld von Häusern – jedes verfügbare menschliche Nahrungsmittel.

Waldmaus

Feinde

Mäuse haben viele Feinde. In der Nähe des Menschen sind es Katzen, aber auch Ratten und Steinmarder. Schleiereulen jagen Mäuse nicht nur in der freien Natur, sondern lauern ihnen auch gerne in Scheunen auf.

In freier Wildbahn sind viele andere Greifvögel hinter den Mäusen her. Greifvögel können übrigens aus der Luft mithilfe von ultravioletten Strahlen sogar verräterische Urinspuren erkennen, die Mäuse auf ihren Pfaden hinterlassen haben und damit unfreiwillig ihren Aufenthaltsort anzeigen.

Auch Füchse, Iltis, Wiesel, Marder, Schlangen und Igel jagen und fressen Mäuse.

Quelle: www.planet-wissen.de

Vögel

männlicher Habicht im SonnenuntergangWegen ihrer großen Revieransprüche leben bei uns im Perlacher und Grünwalder Forst nur 1-2 Habichtsbruten. Doch sie reichen aus, um den Sperber zu verdrängen.

Lebensweise

Der Habicht kommt sowohl in großen, geschlossenen Waldgebieten wie auch in der offenen Kulturlandschaft vor, wenn dort zumindest einzelne Feldgehölze vorhanden sind. Dabei lebt er in Revieren von bis zu 5000 ha Größe.

Habichte bauen große, voluminöse Nester (Horste) ausschließlich auf Bäumen. Das Mindestalter der für den Horstbau genutzten Bäume liegt bei etwa 60 Jahren. Innerhalb größerer Waldgebiete bevorzugt der Habicht Altholzbestände mit fast 100 % Kronenschluss, diese Bestände sind im Sommer in Bodennähe wegen des geringen Lichteinfalls oft sehr dunkel. Für den Horstbau werden meist die dominanten Bäume eines Bestandes genutzt, bevorzugt an einer kleinen Schneise oder an einem Weg. Die Horste werden, meist im Wechsel mit weiteren Horsten innerhalb des Brutreviers, oft über Jahre von einem Habichtspaar benutzt, das ein Leben lang zusammen bleibt.

Habicht

Fressverhalten

Habichte ernähren sich fast ausschließlich von kleinen bis mittelgroßen Vögeln wie Goldhähnchen, Eichelhäher, Tauben, Drosseln, Fasan, Rabenvögel aber auch anderen Greifvögeln und Eulen sowie Säugetieren wie zum Beispiel Mäuse, Eichhörnchen, Kaninchen und Hasen. Im Winter fressen sich notfalls auch Aas.

Sie erjagen ihre Beutetiere überwiegend aus dem bodennahen Flug oder vom Ansitz aus in einem kurzen, schnellen und sehr wendigen Verfolgungsflug direkt auf dem Boden oder im bodennahen Luftraum. Dabei werden natürliche Strukturen wie Hecken, Bäume, im Siedlungsraum aber auch Häuser sehr geschickt für einen gedeckten Anflug genutzt. Seltener werden aus dem hohen Kreisen heraus im Sturzflug Vögel im freien Luftraum oder in Bodennähe angejagt. Im Frühjahr und Sommer suchen Habichte systematisch in höherer Vegetation und auf Bäumen nach Nestern und erbeuten so zahlreiche nestjunge Vögel. Bei kleineren Vogelarten wird dabei häufig das ganze Nest mit Inhalt gegriffen, die leeren Nester sind dann häufig an den Rupfplätzen zu finden. Auch die Jagd zu Fuß wurde bei Habichten beobachtet, dabei werden zum Beispiel Maulwürfe erbeutet.

Quelle: www.wikipedia.org

MäusebussardDen Mäusebussard könnt Ihr öfters über dem Perlacher- und Grünwalder Forst kreisen sehen und seine Rufe hören.

Lebensweise

Der Mäusebussard bewohnt vor allem kleine Waldgebiete mit angrenzenden, offenen Landschaften, wo er fast ausschließlich seine Nahrung sucht. Im Umfeld des Waldes bevorzugt er Weiden, Wiesen, Heide und Feuchtgebiete oder durch Menschen kurzgehaltene Vegetation. Bruten in Höhen über 1000 Meter über dem Meeresspiegel sind selten. Oft sind Mäusebussarde entlang von Autobahnen auf Pfosten sitzend zu sehen, da sie diese und andere Wege bei der Jagd absuchen. Bei der Nistplatzwahl werden Waldkanten kleinerer Altholzbestände bevorzugt, seltener wird das Innere geschlossener Wälder besiedelt.

Während der Balz ab Mitte Februar vollführen die Brutpaare Balzflüge über dem Brutrevier. Sie bestehen aus gemeinsamem, segelndem Kreisen, bei dem viel gerufen wird. Dann folgt ein sinusähnliches Fallen und Steigen, welches meistens mit einem Sturzflug zum Nest beendet wird.

Wegen ihrer verhältnismäßig großen Reviertreue können Brutpaare ein Leben lang zusammenbleiben. Allerdings kann der Bruterfolg vielerorts durch menschliche Einwirkungen ausbleiben, wenn während der Brutzeit im Brutrevier Holzeinschlag oder Baumaßnahmen stattfinden.

Mäusebussarde können bis zu 26 Jahre alt werden.

Fressverhalten

Die Hauptnahrung des Mäusebussards sind Kleinsäuger wie zum Beispiel Feldmäuse. Daneben frisst er aber auch Vögel, Eidechsen, Blindschleichen,

Mäusebussard

Ringelnattern, Frösche und Kröten. Insekten und deren Larven können genauso wie Regenwürmer einen kleinen Anteil seiner Beute ausmachen. Auch Fische sind in einigen Fällen als Nahrung nachgewiesen worden. Diese werden tot oder verendend eingesammelt. Gleiches gilt für größere Vögel, wie z. B. Tauben, die verletzt, bereits verendet oder von anderen Greifvögeln schmarotzt zur Nahrung des Mäusebussards werden. Oft ernährt sich der Mäusebussard auch von überfahrenen Tieren, weswegen der häufig am Rande von Autobahnen oder Landstraßen anzutreffen ist.

Feinde

Die natürlichen Feinde vom Bussard sind Uhu, Habicht, Krähen, Kolkraben und Marder. Die meisten Bussarde sterben aber inzwischen durch Windräder, welche vielerorts in Wäldern und auf Feldern aufgestellt werden.

Quelle: www.wikipedia.org

buntspechtDen Buntspecht könnt Ihr sehr häufig im Perlacher- und Grünwalder Forst sehen und sein Klopfen hören.

Lebensweise

Der Buntspecht ist die am wenigsten spezialisierte heimische Spechtart und deshalb auch die am häufigsten vorkommende. Man kann ihn sowohl in Laub- als auch in Nadelwäldern finden, aber auch in Parks und in der Kulturlandschaft, sofern dort Alleen, Windschutzstreifen oder kleine Baumgruppen vorhanden sind. Eichen- und Buchenmischwälder mit viel Alt- und Totholz sind für ihn optimale Lebensräume. Einförmige Fichtenreinbestände weisen nur geringe Spechtvorkommen auf.

Die vielen „Kick“- und Trommellaute, die der Specht von sich gibt, dienen der Verständigung untereinander, er singt nämlich nicht. Die Laute begrenzen einerseits das Revier, andererseits machen sie auch Männchen und Weibchen aufeinander aufmerksam.

Der Buntspecht ist wie alle Spechte ein Höhlenbrüter. Die Bruthöhlen zimmert er selbst und bevorzugt dazu weiche Holzarten und morsche alte Bäume. Er beginnt viele Höhlungen auszuarbeiten, bevor er eine einzige vollendet.

Der Buntspecht ist hauptsächlich ein Standvogel, d.h. er zieht nicht in ein wärmeres Überwinterungsgebiet. Allerdings kann es vorkommen, dass Vögel aus nördlicheren Gebieten bei schlechter Fichten- und Kiefernsamenernte weiter nach Süden ziehen.

Fressverhalten

Der Buntspecht ernährt sich während der überwiegenden Zeit des Jahres hauptsächlich von Insekten und ihren Larven, die er mit kräftigen Schnabelhieben unter der Borke hervorholt oder durch Klopfen an der Rinde aus den Bäumen hervorgelockt. Während der Winterzeit ist er in der Lage, seine Ernährung umzustellen. In dieser Zeit, in der Insekten knapp sind, frisst er Nüsse, Beeren und Samen. Viele der fettreichen Samen, die ihm im Winter zur Ernährung dienen, müssen erst geknackt werden. Während Rabenvögel, wie etwa der Eichelhäher, Haselnüsse mit dem Fuß festhalten, klemmt der Buntspecht Nüsse oder Kiefernzapfen in Baumspalten ein. Zur Gewinnung der letzteren hackt er oft in einen Ast ein Loch, um den Zapfen darin festzuklemmen. Dies sind die sogenannten Spechtschmieden, die der Buntspecht auch nutzt, um hartschalige Käfer zu knacken. Hat der Buntspecht einen neuen verwertbaren Zapfen gefunden, so fliegt er seine „Schmiede“ an und hält dort den neuen Zapfen im Brust-/Rumpfbereich eingeklemmt, während er den alten Zapfen zunächst entfernen muss. Danach wird der neue Zapfen in den als „Amboss“ dienenden Spalt geschoben und anschließend schrittweise aufgehackt, um die Samen mit der Zunge aufzunehmen. Als weitere pflanzliche Nahrungsergänzung dient dem Buntspecht vor allem im Frühjahr das Saftlecken an Ringelbäumen. Dabei werden auch vom Pflanzensaft angelockte Insekten mit aufgenommen. Im Winter kann man den Buntspecht auch manchmal an Futterhäuschen beobachten. Auch an Meisenknödeln sind sie bisweilen zu sehen.Buntspecht

Buntspechte treten manchmal auch als Nesträuber auf und öffnen dazu die Bruthöhlen von Meisen oder Kleinspechten.

Feinde

Habicht und Marder sind die größten Feinde der Spechte. Nicht nur Jungtiere fallen ihnen zum Opfer, auch die Gelege werden immer wieder geplündert. Auch Wanderfalken, Uhus, Waldkauz oder Sperber fressen Specht-Eier und Nestlinge. Die Gelege der Spechte sind außerdem für Eichhörnchen eine beliebte Nahrungsquelle.

Quelle: www.wikipedia.org

grauspechtDa der Grauspecht ungestörte und ursprüngliche Wälder mit natürlichen Altersstrukturen sowie Auwaldgebiete als Bruthabitate bevorzugt, liegt in der Zerstörung solcher Lebensräume die größte Gefährdung der Art. Bei uns im Perlacher und Grünwalder Forst trifft man ihn noch vereinzelt an.

Lebensweise

Der Grauspecht ist in seinen Habitatsansprüchen wesentlich anspruchsvoller als der Grünspecht. Er bevorzugt alte Laubmischwälder mit einem hohen Totholzanteil. Er ist stärker an Wald gebunden als der Grünspecht und kommt auch, im Gegensatz zu diesem, im Inneren großer, geschlossener Wälder vor. Insgesamt sind seine Lebensräume sehr unterschiedlich. Bevorzugt werden aufgelockerte Laubmischwälder, die sowohl ausreichend geeigneten Baumbestand zur Anlage von Brut- und Schlafhöhlen sowie Trommelbäume bieten als auch totholzreiche Abschnitte und Freiflächen zum Nahrungserwerb aufweisen.

Fressverhalten

Der Grauspecht ist ein etwas weniger stark spezialisierter Ameisenjäger als der Grünspecht. Dennoch bilden vor allem im Frühjahr und Sommer Ameisen und ihre Entwicklungsstadien den Hauptbestandteil der Grauspechtnahrung. Vor allem Waldameisen, Wegameisen sowie Vertreter der Knotenameisen dominieren das Nahrungsspektrum. Daneben spielen Raupen, Grillen und verschiedene rinden- und holzbewohnende Käferlarven sowie Fliegen und Läuse als Beutetiere eine wesentliche Rolle. Im Spätherbst und im Winter nehmen Grauspechte regelmäßig und in beträchtlichen Mengen vegetarische Kost zu sich, wie verschiedene Beeren und Früchte.

Die Nahrung wird überwiegend am Boden gesucht und aufgenommen. Meist werden die Ameisen direkt vom Boden, von einem Baumstrunk oder einem Stamm eingesammelt, seltener stochert er selbst Löcher in morsches Holz.

grauspecht

Die Zunge dient bei der Nahrungsaufnahme mehr als Leimrute denn als Harpune. Holzbewohnende Insekten werden unter der Rinde aufgespürt, dabei entfernt er lose Rindenteile und stochert Insektenlarven mit bohrenden Schnabelbewegungen aus verrottenden Holzstümpfen. Im Winter werden Früchte und Beeren sowohl vom Boden als auch direkt von den Bäumen und Sträuchern aufgenommen.

Feinde

Habicht und Marder sind die größten Feinde der Spechte. Nicht nur Jungtiere fallen ihnen zum Opfer, auch die Gelege werden immer wieder geplündert. Auch Wanderfalken, Uhus, Waldkauz oder Sperber fressen Specht-Eier und Nestlinge. Die Gelege der Spechte sind außerdem für Eichhörnchen eine beliebte Nahrungsquelle.

Quelle: www.wikipedia.org

 

grünspechtDen Grünspecht könnt Ihr mit etwas Glück im Perlacher- und Grünwalder Forst sehen.

Lebensweise

Der Grünspecht bevorzugt halboffene Landschaften mit ausgedehnten Althölzern, vor allem Waldränder, Feldgehölze, Streuobstwiesen, Parks, Haine und große Gärten mit Baumbestand. Innerhalb ausgedehnter Waldgebiete kommt er nur in stark aufgelichteten Bereichen wie zum Beispiel an Waldwiesen und größeren Lichtungen vor.

Fressverhalten

Der Grünspecht sucht seine Nahrung fast ausschließlich auf dem Boden, er hackt viel weniger an Bäumen als die anderen Spechte. Von allen mitteleuropäischen Spechten ist der Grünspecht am meisten auf bodenbewohnende Ameisen spezialisiert. Diese fängt er in ihren Gängen mit seiner 10 Zentimeter langen Zunge, die in ein verhorntes und mit Widerhaken bestücktes Ende ausläuft.

grünspecht

In den frühen Morgenstunden, kurz nach Sonnenaufgang, suchen Grünspechte Wiesen- und Weideflächen mit lockerem Oberboden und Störstellen auf, um mit ihren langen Schnäbeln gezielt mehrere Zentimeter tiefe Löcher zu bohren. Dabei erbeuten die Vögel häufig die Rote Waldameise und andere Formica-Arten. Im Winter graben Grünspechte Tunnel in den Schnee, um zu Ameisenhügeln zu gelangen, die dann meist regelmäßig besucht werden. Vor allem im Winter sucht er Felswände auf, aber auch regelmäßig Dächer, Hauswände oder Leitungsmasten und sucht dort in Spalten nach überwinternden Fliegen, Mücken und Spinnen. Gelegentlich fressen Grünspechte auch Beeren wie zum Beispiel Vogelbeeren und die Samenmäntel der Eibe sowie Kirschen, Äpfel oder Trauben.

Feinde

Habicht und Marder sind die größten Feinde der Spechte. Nicht nur Jungtiere fallen ihnen zum Opfer, auch die Gelege werden immer wieder geplündert. Auch Wanderfalken, Uhus, Waldkauz oder Sperber fressen Specht-Eier und Nestlinge. Die Gelege der Spechte sind außerdem für Eichhörnchen eine beliebte Nahrungsquelle.

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schwarzspechtDen Schwarzspecht könnt Ihr häufig im Perlacher- und Grünwalder Forst sehen und seinen einprägsamen Ruf hören.

Lebensweise

Der Schwarzspecht ist eine anpassungsfähige Vogelart, die imstande ist, in sehr unterschiedlichen Lebensräumen erfolgreich zu brüten. Sein bevorzugter Lebensraum sind Buchenwälder sowie Eichen-Kiefern-Mischwälder. Letztlich kommen Schwarzspechte jedoch in beinahe jedem Waldtyp vor, solange ein gewisser Nadelholzanteil vorhanden ist, möglichst freistehende, glattrindige und hochstämmige Bäume, insbesondere Buchen, die Anlage von Brut- beziehungsweise Schlafhöhlen ermöglichen, und ein ausreichendes Nahrungsangebot besteht. Aufgrund seines sehr großen Aktionsraumes vermag dieser Specht auch weitgehend gepflegte Wirtschaftswälder zu besiedeln. Bei ausreichender Duldung scheut die Art die unmittelbare Nähe menschlicher Anwesen nicht und brütet gelegentlich auch in großen Parks.

schwarzspecht

Fressverhalten

Schwarzspechte ernähren sich zum überwiegenden Teil von Insekten, vornehmlich von Ameisen. Der Anteil pflanzlicher Nahrung ist unbedeutend, gelegentlich werden jedoch Früchte und Beeren sowie Koniferensamen aufgenommen.

Feinde

Habicht und Marder sind die größten Feinde der Spechte. Nicht nur Jungtiere fallen ihnen zum Opfer, auch die Gelege werden immer wieder geplündert. Auch Wanderfalken, Uhus, Waldkauz oder Sperber fressen Specht-Eier und Nestlinge. Die Gelege der Spechte sind außerdem für Eichhörnchen eine beliebte Nahrungsquelle.

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wendehalsBei uns im Perlacher und Grünwalder Forst kann der selten gewordene Wendehals noch vereinzelt gesehen werden.

Lebensweise

Der Wendehals ist der einzige Zugvogel unter den europäischen Spechten. Nur einige Populationen in den südlichsten Verbreitungsgebieten verbleiben das gesamte Jahr über im Brutgebiet. Er ist wie alle anderen Spechte Höhlenbrüter, vermag aber keine eigenen Nisthöhlen anzulegen, sondern verwendet solche anderer Spechtarten, insbesondere die des Buntspechtes, sowie Nistkästen.

Wendehälse besiedeln offene und halboffene klimatisch begünstigte Landschaften mit zumindest einzelnen Bäumen. Geschlossene Wälder werden ebenso gemieden wie baumlose Steppen, Wüsten und Hochgebirge. Vor allem Parklandschaften, Streuobstwiesen, große Gärten sowie Weinbaugebiete, gerne mit Bruchmauerwerk, sind dagegen ideale Habitate dieser Art. Auch lichte Birken-, Kiefern- und Lärchenwälder, seltener sogar Auwälder, werden besiedelt. Das Angebot an bestimmten Ameisenarten sowie Brutmöglichkeiten in Spechthöhlen, natürlichen Baumhöhlen oder Nistkästen begrenzen das Vorkommen. In letzter Zeit haben Wendehälse vor allem im südwestlichen Mitteleuropa Windbruchschneisen und großflächige, durch Windbruch entstandene Lichtungen besiedelt.

Fressverhalten

Wendehälse ernähren sich fast ausschließlich von Ameisen. In sehr geringem Umfang werden noch andere Insekten wie Blattläuse, Schmetterlingsraupen oder Käfer sowie Früchte und Beeren verzehrt. Auffallend und nicht zur Gänze geklärt ist die Neigung des Wendehalses verschiedene, meist glänzende Gegenstände aufzusammeln, in die Nisthöhle einzutragen und möglicherweise an die Jungen zu verfüttern.

wendehalsDazu gehören Plastikmaterialien, Metallteile, Alufolien, Porzellanbruchstücke und anderes. Im Magen einiger toter Küken wurden solche Materialien gefunden.

Feinde

Habicht und Marder sind die größten Feinde der Spechte. Nicht nur Jungtiere fallen ihnen zum Opfer, auch die Gelege werden immer wieder geplündert. Auch Wanderfalken, Uhus, Waldkauz oder Sperber fressen Specht-Eier und Nestlinge. Die Gelege der Spechte sind außerdem für Eichhörnchen eine beliebte Nahrungsquelle.

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SperlingskauzIm Perlacher und Grünwalder Forst gibt es etwa vier Reviere dieser Kleineulen.

Lebensweise

Der Sperlingskauz ist die kleinste in Mitteleuropa heimische Eule. Auch weltweit gehört er zu den Zwergen unter den Eulenvögeln.

Der Sperlingskauz ist Bewohner der borealen Nadelwälder sowie nadelwalddominierter Mischwälder. Naturnahe, kaum durchforstete Wälder mit entsprechend hohem Alt- und Totholzbestand sind bevorzugte Habitate. Er benötigt neben einem reichen Nahrungsangebot auch das Vorhandensein von Bruthöhlen oder Halbhöhlen. Außerdem sind wie bei vielen anderen Eulen dichte Gehölzbestände mit guter Deckung und Freiflächen notwendige Bestandteile eines optimalen Sperlingskauzreviers. Die Anwesenheit anderer Eulen scheint ihn im Gegensatz zum Raufußkauz weniger zu stören, wohl aber eine starke Präsenz von Baummarder, Habicht und Sperber.

Seine Aktivitätsphase liegt in den Dämmerungsstunden oder am Tag. Dies betrifft sowohl Nahrungserwerb, Fütterung als auch die Gesangsaktivität. Zuweilen ist er aber auch in hellen Nächten zu vernehmen. Der Sperlingskauz kann in seinem Revier recht auffällig sein. Oft sitzt er sehr exponiert auf dem Wipfeltrieb einer Fichte.

Fressverhaltensperlingskauz

Der Sperlingskauz ist ein erfolgreicher Kleinvogeljäger, dabei ist sein Nahrungsspektrum sehr groß und umfasst insgesamt über 50 Vogelarten bis Buntspechtgröße. Häufig werden Buchfinken und Tannenmeisen erbeutet. Zuweilen erjagt der Sperlingskauz auch Ästlinge der eigenen Art. Des Weiteren gehören zu seinen Beutetieren Säugetiere wie zum Beispiel Spitzmäuse, Ratten, Erdmäuse, Rötelmäuse und Bilche, Amphibien und Reptilien.

Feinde

Der Sperlingskauz hat aufgrund seiner geringen Größe eine Reihe von Feinden, vor allem andere Eulenarten sowie Marder. Er besitzt kein ausgeprägtes Tarnkleid, zur Feindvermeidung hat er stattdessen eine sehr hohe Fluchtbereitschaft und weicht durch seine Aktivität in der Dämmerung den nachtaktiven größeren Eulen aus.

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RaufußkauzIm Perlacher und Grünwalder Forst gibt es noch einige Raufußkauze. Um die Bestände zu fördern, brachte die Ornithologische Gesellschaft im Rahmen eines speziellen Artenhilfsprogramms 25 Nistkästen im Wald an.

Lebensweise

Der Raufußkauz bewohnt alte Nadelwälder oder nadelholzdominierte Mischwälder. Dabei bevorzugt er große, alte und zusammenhängende Wälder vor allem mit Tannen, Fichten und Buchen, zuweilen auch Kiefern. Selten kommt er auch in reinen Laubwäldern vor. Er ist wie die meisten Eulen Höhlenbrüter und somit auf natürliche Baumhöhlen oder Höhlen größerer Spechtarten angewiesen.

Um sich fortzupflanzen brauchen Rauhfußkäuze ausreichend hohle Bäume mit einem Mindestdurchmesser von 52 Zentimetern. Durch das Fällen von Altholzbeständen, insbesondere der Höhlenbäume, werden die natürlichen Brutplätze beseitigt.

Seine Aktivitätsphase beginnt mit Einbruch der Dunkelheit und endet noch vor der Dämmerung.

raufusskauz

Fressverhalten

Seine Nahrung besteht überwiegend aus Nagetieren, zu einem kleineren Teil aus Vögeln bis etwa Drosselgröße. Wühlmäuse (Erdmaus- und Rötelmaus) sowie Echte Mäuse (Waldmaus- und Gelbhalsmaus) bilden in Mitteleuropa den Hauptanteil der Nahrung. Daneben werden auch Spitzmausarten erbeutet.

Feinde

Hauptfeind des Raufußkauzes ist der Marder, der sowohl in der Wohnungssuche mit dem Raufußkauz konkurriert, als auch beim Absuchen der Höhlen nach Nahrung die Gelege und Jungen und nicht selten auch die Weibchen des Rauhfußkauzes erbeutet.

Ein weiterer Feind ist der Waldkauz, der durch die Rufe des Raufußkauzes angelockt wird und ihn während der Balz leicht schlagen kann.

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Daneben gibt es im Perlacher und Grünwalder Forst zahlreiche kleine und mittelgroße Vogelarten, wie zum Beispiel:

Rabenkrähen, Kolkraben, Eichelhäher, Tannenhäher, Ringeltaube, Amsel, Drossel, Meise, Kernbeißer, Buchfink, Kleiber, Rotkelchen, Zilpzalp und viele mehr.

Amphibien

wechselkröte Im Perlacher und Grünwalder Forst könnt Ihr vor allem zur Laichzeit die Wechselkröten in einem der angelegten Biotope sowie im Umfeld der Biotope beobachten.

Lebensweise

Die Wechselkröte bevorzugt offene, sonnenexponierte, trockenwarme Habitate mit grabfähigen Böden und teilweise fehlender, lückiger Gras- und Krautvegetation. Sie ist daher vor allem in trockenem Brachland auf Feldern und in Abgrabungsflächen anzutreffen. Sie entfernt sich teilweise sehr weit von offenen Gewässern. Die Laichgewässer sind flach und vegetationsarm, zum Beispiel in Steinbrüchen. Als Laichgewässer werden temporäre Gewässer mit mineralischem Boden bevorzugt.

Wechselkröten sind vorwiegend nachtaktiv.

Als Pionierbesiedler vegetationsarmer Trockenbiotope mit kleineren, oft sporadischen Wasseransammlungen leiden Wechselkröten unter dem Fehlen oder zu raschen Austrocknen geeigneter Laichgewässer sowie unter der Verbuschung und Beschattung ihrer Habitate. Besonders betroffen sind sie aber von Eingriffen wie der Rekultivierung oder Umnutzung von Brachland und ehemaligen Bodenabbaugruben. Auch künstlicher Fischbesatz in Kleingewässern gefährdet manche Bestände.

Fressverhalten

Die Nahrung der Wechselkröten besteht aus Spinnen, Insekten (u. a. Ameisen, Käfern), Schnecken, Asseln und Regenwürmern. Jungtiere fressen kleinere Beutetiere wie Springschwänze und Milben.

Feinde

Zu den natürlichen Feinden der Wechselkröte zählen verschiedene Wasservogelarten, Ringelnattern und Fischarten

Quelle: www.wikipedia.org

ErdkröteIm Perlacher und Grünwalder Forst könnt Ihr vor allem zur Laichzeit die Erdkröten in einem der angelegten Biotope sowie im Umfeld der Biotope beobachten.

Lebensweise

Die Erdkröte ist ein wechselwarmes Tier, das im Allgemeinen dämmerungsaktiv ist. Tagsüber ruhen die Tiere unter Steinen, zerfallenen Mauern, Totholz, Laub, Gebüschen oder in selbst gegrabenen Erdlöchern. Als Landlebensräume besiedeln sie ein breites Spektrum von Biotopen, das von Wäldern über halboffene Landschaften aus Wiesen, Weiden und Hecken bis zu naturnahen Gärten reicht. Besonders bevorzugt werden krautreiche Wälder (vor allem Laub- und Mischwälder) ohne völligen Baumkronenschluss; im geschlossenen Hochwald ist die Siedlungsdichte etwas geringer. Streuobstwiesen und parkartige Landschaften werden wegen der abwechslungsreichen Strukturen besonders gerne bewohnt.

In unregelmäßigen Abständen häuten sich die Tiere. Dazu wird die alte, aufplatzende äußere Hautschicht in windenden Bewegungen und unter weitem Maulaufreißen von den Gliedmaßen und dem Rumpf abgestreift und verschlungen.

Fressverhalten

Die Nahrung der Erdkröten besteht aus Würmern, Schnecken, Asseln, Spinnen und unterschiedlichen Insekten, die sie auf ihren nächtlichen Streifzügen erbeuten

Feinde

Zu den Fressfeinden der Erdkröte gehören Beutegreifer wie unter anderem Marderarten, Katzen, Waschbären, Marderhunde, Schlangen wie die Ringelnatter und einige Greif- und Rabenvögel sowie Graureiher. Jungkröten werden auch von Singvögeln und großen Laufkäfern erbeutet. Den Kaulquappen stellen vor allem Raubfische wie Europäischer Hecht und Flussbarsch sowie Larven von Wasserinsekten, etwa des Gelbrandkäfers oder von Großlibellen, nach.Erdkröte

Zu den natürlichen Feinden zählt aber beispielsweise auch die grün-schimmernde Krötengoldfliege. Diese Schmeißfliegenart legt in den Sommermonaten ihre Eier am Hinterkopf bzw. auf dem Rücken von Amphibien, insbesondere von Erdkröten, ab. Die bereits nach zwei bis drei Tagen schlüpfenden Larven kriechen zur Schnauze der Kröte und dringen über die Nasenlöcher in den Nasen-Rachen-Raum ein. Hier fressen sich die Parasiten durch das Kopfgewebe und deformieren die vordere Kopfpartie des befallenen Tieres bis zur Unkenntlichkeit. Nach einigen Tagen geht die Kröte daran in der Regel zugrunde und die Maden vollenden an dem Kadaver ihre Entwicklung zur Schmeißfliege.

Erdkrötenbestände werden insbesondere durch die Zerschneidung ihrer Lebensräume mittels Straßen bedroht. Bei ihren alljährlichen Wanderungen, insbesondere vom Winterquartier zum Laichgewässer und später von dort zum Sommerlebensraum, erleiden sie überall in Mitteleuropa hohe Verluste durch den Kraftfahrzeugverkehr. Viele Amphibien, darunter auch Erdkröten, fallen in ungesicherte Kellerschächte und verhungern oder vertrocknen dort. Ein großes Problem sind auch die Gullys der öffentlichen Straßenentwässerung.

Quelle: www.wikipedia.org

blindschleicheIm Perlacher und Grünwalder Forst könnt Ihr mit ein bisschen Glück vor allem an warmen und geschützten Stellen Blindschleichen beobachten.

Lebensweise

Die Blindschleiche gehört zu den am häufigsten vorkommenden Reptilien in Mitteleuropa. Mit ihrem beinlosen, langgestreckten Körper gleicht sie einer Schlange und wird auch oft für eine solche gehalten. Häufig ist sie in dichten Laubwäldern und an deren Rändern, an Hecken, in teilentwässerten Hochmooren und an Moorrändern und an gebüschgesäumten Borstgrasrasen anzutreffen, ferner in Heidegebieten, auf Brachen, Wiesen, an Bahndämmen, Holzstößen, Wegrändern, in Parks und naturnahen Gärten der Siedlungsränder; selbst dichte Nadelwälder mit nur kleinräumigen Sonnenflächen genügen ihr manchmal. Die Tiere bevorzugen deckungsreiche krautige Vegetation und eine gewisse Bodenfeuchte; im Hinblick auf die Umgebungstemperatur sind sie etwas weniger wärmebedürftig als viele andere Reptilien.

Gerne nutzt sie geschützt gelegene trockene Sonnenplätze, beispielsweise auf Totholz, dunklem Humusboden und Torf oder auf alten Grasbulten, die sich in Nachbarschaft zu etwas feuchteren, aber auch leicht erwärmbaren, nicht zu schattigen Versteckplätzen (Erdlöcher, Hohlräume unter Baumwurzeln, liegendem Holz, Steinen, Plastikfolie oder Blech, Felsspalten, Moospolster, auch Laub- und Komposthaufen oder Brennholzstapel) befinden.

Den Winter verbringen Blindschleichen in Kältestarre bzw. Ruhe in den oben genannten, möglichst frostsicheren Verstecken. Häufig bohren sie sich auch selbst unterirdische Gänge von 15 bis zu 100 cm Länge und verschließen die Öffnung mit Moos oder Erde. Regelmäßig findet die Überwinterung gesellig statt, in Gruppen von 5 bis 30, ausnahmsweise auch über 100 Individuen.

Die Art ist vor allem tagaktiv, zum einen in den Morgenstunden von 4 bis etwa 10 Uhr, zum anderen abends von 18 bis 21 Uhr. Bei feucht-milder Witterung, etwa vor Gewittern oder bei warmem Nieselregen, ist sie auch in der übrigen Tageszeit außerhalb der Verstecke anzutreffen. Möglicherweise werden sehr milde Sommernächte ebenfalls zur Nahrungssuche genutzt.

Fressverhalten

Blindschleichen jagen in erster Linie Nacktschnecken, Regenwürmer und unbehaarte Raupen. Zum erweiterten Beutespektrum gehören Asseln und Saftkugler, Heuschrecken, Käfer und deren Larven sowie Blattläuse, Zikaden und Ameisen, ferner kleinere Spinnen.

Feindeblindschleiche

Die Blindschleiche hat ihrerseits viele Fressfeinde, darunter Schlangen (insbesondere die Schlingnatter), Säugetiere wie Fuchs, Dachs, Iltis, Hermelin, Igel, Wildschwein und Ratten sowie zahlreiche Vögel (Störche, Reiher, Greifvögel, Eulen, Rabenvögel, Würger). Den Jungtieren stellen zudem Drosseln, Stare, Spitzmäuse, große Laufkäfer, Erdkröten, Eidechsen und junge Schlangen nach. In Siedlungsnähe des Menschen sind vor allem Hauskatzen, Hunde und Hühner eine Gefahr für Blindschleichen.

Gefahr

In Bedrängnis und wenn sie ergriffen werden winden sich die Tiere hin und her und scheiden dabei oft Harn und Kot ab. Zu Beißversuchen gegenüber dem Angreifer kommt es nur selten. Schließlich kann ein Schwanzstück abgeworfen werden, das dann noch minutenlang heftig zappelt und zuckt. Dies ist vor allem gegenüber Vögeln und Säugern eine effektive Ablenkungsmaßnahme.

Der Biss einer Blindschleiche fühlt sich an wie ein Nadelstich. Da sie nicht giftig ist, ist ein Blindschleichenbiss für Mensch und Tier überhaupt nicht gefährlich. Weil die Blindschleichen Fluchttiere sind, kommen Blindschleichenbisse so gut wie nie vor!

Quelle: www.wikipedia.org

schlingnatterIm Perlacher und Grünwalder Forst könnt Ihr Schlingnattern mit etwas Glück vor allem entlang der Bahnstrecke Großhesselohe-Deisenhofen sehen.

Lebensweise

Der Name „Schlingnatter“ geht auf das Verhalten zurück, dass größere Beutetiere umschlungen und erstickt werden, bevor sie gefressen werden.

Die Schlingnatter bevorzugt besonnte Waldränder in Nachbarschaft von extensiv bewirtschafteten Wiesen, Gebüschsäume, Hecken, Waldschläge, Felsheiden, halbverbuschte Magerrasen und Böschungen. Gelegentlich finden sich Schlingnattern auch an naturnah strukturierten Siedlungsrändern von Dörfern und Städten.

Allen Lebensräumen gemein ist ein mosaikartiger, kleinräumiger Wechsel aus offenen, niedrigbewachsenen und teils gehölzdominierten Standorten und eine hohe Kleinstruktur- und Unterschlupfdichte. In der Umgebung kommen meist auch viele Eidechsen (insbesondere Zauneidechsen, regional auch Waldeidechsen oder Mauereidechsen) und Blindschleichen vor.

In Mitteleuropa können Schlingnattern regelmäßig etwa zwischen April und Oktober beobachtet werden, gelegentlich auch früher und später. Die Winterstarre verbringen sie in Kleinsäuger-Erdhöhlen, Hohlräumen zwischen Steinen und ähnlichen frostsicheren Örtlichkeiten.

Fressverhalten

Schlingnattern erbeuten in erster Linie Eidechsen und deren Eier bzw. Jungtiere sowie Blindschleichen, daneben auch Jungschlangen (inklusive solche der eigenen Art, besonders bei hohen Bestandsdichten), nestjunge und erwachsene Spitzmäuse, Wühlmäuse und Langschwanzmäuse. Unregelmäßig können ferner Knoblauchkröten, große Insekten, nestjunge Vögel und Vogeleier sowie Regenwürmer zum Nahrungsspektrum gehören. Größere Beute wird visuell geortet, verfolgt, mit den Kiefern gepackt und vor dem Verschlingen erwürgt. Dazu windet sich die Schlange mit ihrem Körper eng um das Opfer.

Feinde

Zu den Feinden der Schlingnatter gehören Iltis, Steinmarder, Igel und diverse Greifvögel, den Jungtieren stellen auch Rabenvögel nach.

Gefahr

Fühlen sich Schlingnattern ohne Fluchtmöglichkeit in die Enge getrieben und bedroht, ringeln sie sich tellerförmig zusammen und heben den Vorderkörper S-förmig an. Zischlaute geben sie dabei nur selten von sich. In fortgesetzter Bedrängnis versuchen sie den Angreifer auch sehr oft zu beißen. In dem Fall lässt die Schlange nicht sofort wieder los, sondern führt mitunter kauende Bewegungen durch. Beim Menschen hinterlassen die kleinen Zähnchen aber nicht mehr als ein paar Kratzer. Gelegentlich schnellen die Tiere blitzschnell vor, ohne ihr Maul zu öffnen – bei solchen Scheinangriffen kommt es also nicht zu einem wirklichen Biss. Schließlich kann, wie bei allen Nattern, aus den Analdrüsen ein scharf riechendes Sekret abgesondert werden.

Für den Menschen ist diese ungiftige Schlange völlig harmlos.

Verwechslung

Oft werden die ungiftige Schlingnatter oder Ringelnatter mit der giftigen Kreuzotter verwechselt. Am einfachsten und sichersten lässt sich die Kreuzotter an ihren Augen erkennen und unterscheiden:

Augen:

Kreuzotter: Bei ihr bilden die Pupillen tagsüber einen senkrechten Schlitz.
Ringelnattern: Bei ihr sind die Pupillen dagegen rund.
Schlingnattern: Bei ihr sind die Pupillen ebenfalls rund.

Erkennungsmerkmale von Schlangen

Rückenzeichnung:

Kreuzotter: Typisch für die Kreuzotter ist das dunkle oder fast schwarze Zickzack-Band auf dem Rücken. Es kann bei vereinzelten Tieren allerdings vorkommen, dass sie ganz schwarz oder rötlich gefärbt sind, sodass das Zickzack-Band kaum zu erkennen ist.

schlingnatter

Ringelnatter: Der Körper der Ringelnatter weist eine meist hell- bis dunkelgraue, teilweise auch bräunliche oder grünliche Oberseite mit kleinen schwarzen Flecken auf. Dabei machen sie die beiden gelben (manchmal orangen), halbmondförmigen Flecken am Hinterkopf unverwechselbar.

Schlingnatter: Auf dem Rücken der Schlingnatter befindet sich eine paarige oder gegeneinander versetzte, oft braune bis dunkelbraune Fleckenzeichnung, die bei manchen Tieren zu Querstreifen beziehungsweise kleinen Balken verschmolzen ist und nach hinten verblasst. Hierdurch kann es durchaus zur Verwechslung mit der Kreuzotter kommen, denn die parallel oder versetzt angeordneten Flecken beziehungsweise Querbalken auf dem Rücken der Schlingnatter können gerade bei in Bewegung befindlichen Tieren und oberflächlicher Betrachtung den Anschein eines kreuzottertypischen Zickzackbandes erwecken.

Quelle: www.wikipedia.org

kreuzotterIm Perlacher und Grünwalder Forst könnt Ihr Kreuzottern mit etwas Glück ebenfalls entlang der Bahnstrecke Großhesselohe-Deisenhofen sehen.

Lebensweise

Die Kreuzotter bevorzugt Habitate mit starker Tag-Nacht-Temperaturschwankung und hoher Luftfeuchtigkeit. Besiedelt werden zwergstrauchreiche Waldschneisen und Waldränder, Moore, Heiden, feuchte Niederungen, alpine Geröllfelder und Bergwiesen im Bereich der Baumgrenze.

Die Kreuzotter ist tagaktiv und verlagert ihre Aktivität nur bei sehr großer Hitze in die Dämmerung. Morgens und am späten Nachmittag sucht sie geeignete Sonnenplätze auf und sonnt sich, die optimale Aktivitätstemperatur erreicht sie mit etwa 30 bis 33 °C. An schwülwarmen Tagen und nach längeren Regenperioden ist sie besonders aktiv, auf Wind reagiert sie dagegen sehr empfindlich. Bei Störung und Bedrohung flieht die Schlange unter Steine oder in die Vegetation. Wird sie in die Enge getrieben, kommt es zu Drohgebärden mit lautem Zischen sowie zu Bissen, wobei sie den Oberkörper nach vorne schnellen lässt.

Den Winter überbrückt die Kreuzotter durch eine vier- bis siebenmonatige, im äußersten Norden sogar bis zu achtmonatige Kältestarre. Dabei sucht sie geeignete Verstecke auf und überwintert häufig auch mit vielen weiteren Kreuzottern und auch anderen Reptilien in gemeinsamen Quartieren. In Deutschland beginnt die Winterstarre in der Regel Mitte bis Ende Oktober, in warmen Jahren auch erst Anfang November. Je nach Witterung und Höhenlage erscheinen in Deutschland die ersten Tiere ab Mitte Februar bis April, regional später, aus ihrer Kältestarre.

Kreuzottern können gut kriechen und sind gute Schwimmer.
Sehen können sie nur schlecht, aber dafür nehmen sie die leiseste Erschütterung des Bodens wahr.
Oft kann man auch beobachten, dass Kreuzottern züngeln. Das hat folgenden Grund: Auf der Zungenspitze sitzen – wie bei allen Schlangen – Sinneszellen, mit denen die Tiere hervorragend riechen können.

Fressverhalten

Wie die meisten anderen Vipern ist die Kreuzotter ein Lauerjäger und nicht auf bestimmte Beutetiere spezialisiert. Die Beutetiere werden durch einen Biss attackiert, durch den das Viperngift in den Körper injiziert wird. Danach verharrt die Kreuzotter kurz und beginnt dann die Verfolgung des gebissenen Tieres, welches aufgrund der Giftwirkung sehr geschwächt wird und schließlich stirbt. Die Beutetiere werden vollständig verschluckt, meistens mit dem Kopf voran.

Die Kreuzotter jagt vor allem Kleinsäuger, Eidechsen, Blindschleichen sowie Frösche. Unter den Kleinsäugern bilden Langschwanzmäuse, Wühlmäuse und Spitzmäuse den größten Anteil der Beutetiere. Das individuelle Beutespektrum ist dabei stark abhängig vom lokalen Angebot, wodurch die Hauptbeutetiere entsprechend stark variieren. Die Jungschlangen ernähren sich im Gegensatz zu den adulten Tieren fast ausschließlich von jungen Braunfröschen und Waldeidechsen, weshalb diese Arten eine zentrale Rolle bei der Verbreitung der Kreuzotter spielen.

Feinde

Als Fressfeinde der Kreuzotter sind eine Reihe von Greifvögeln und Säugetieren von Bedeutung, aber auch einige wenige Reptilien.

Unter den Greifvögeln ist der Mäusebussard, die Wiesen- und die Rohrweihe , der Schwarzmilan, der Schell- und der Schreiadler sowie der Schlangenadler als Schlangenjäger nachgewiesen. Auch der Uhu, die Aaskrähe, der Graureiher, der Weißstorch, der Kranich und das Haushuhn können Kreuzottern erbeuten.

Unter den Säugetieren sind verschiedene Marderarten wie der Europäische Iltis, das Hermelin, der Europäische Dachs oder das Feuerwiesel als Fressfeinde zu nennen. Auch der Rotfuchs , der Braunbrustigel und die Hauskatze sind von Bedeutung.

Unter den Reptilien kommen die Ringelnatter und die Würfelnatter vor allem für Jungschlangen als Fressfeinde in Frage. Beide Arten werden jedoch umgekehrt auch von ausgewachsenen Kreuzottern erbeutet.

Gefahr

Kreuzottern haben zwei Giftzähne, mit denen sie aus ihren Giftdrüsen Gift in ihre Beutetiere spritzen können. Kreuzottern sind allerdings sehr scheu. Bei Gefahr flüchten sie sofort. Ein Zubiss erfolgt nur dann, wenn man sie massiv bedroht, sie anfasst oder auf sie tritt. Da die Kreuzotter das giftige Sekret, welches sie zum Jagen von Mäusen, Fröschen, Blindschleichen oder anderen Tieren benötigt, nicht einfach verschwendet, verwendet sie von ihrem geringen Vorrat bei einem Großteil der Verteidigungsbisse zudem entweder gar kein oder nur sehr wenig Gift.

Der Biss wird als schmerzhaft, ähnlich einem Wespenstich, empfunden. Es gibt aber auch Fälle, in denen er kaum wahrgenommen wird. Danach tritt rund um die Bissstelle eine starke, oft schmerzhafte Schwellung mit blauroter Verfärbung auf. In der Folge kann es zur Entzündung der Lymphbahnen sowie aufgrund von Nervengiften zu Atemnot und Herzbeschwerden kommen. Auch Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, Krämpfe, Blutungen, Schweißausbrüchen und Blutdruckabfall bis hin zu Kollaps und Atemproblemen können auftreten. Der Biss einer Kreuzotter kann darüber hinaus auch zu Lähmungen führen. Wegen des blutzersetzenden Teils des Sekretes ist es möglich, dass die Zone nahe der Bissstelle bläulich aussieht.

Bei einem Biss spritzt die Kreuzotter etwa zehn Milligramm ihres Giftes in die Wunde. Die für einen durchschnittlich schweren Erwachsenen tödliche Dosis liegt bei 75 Milligramm. Aus diesem Grund ist der Biss der Kreuzotter wegen ihres geringeren Giftvorrats nur für kleine Kinder, Kranke und alte Menschen gefährlich. Lebensbedrohliche Vergiftungen oder gar Todesfälle sind aber aufgrund der geringen Giftmenge äußerst selten.

Im Falle eines Bisses solltet Ihr

  • Versuchen, die Schlange zu identifizieren – auch ungiftige Schlangen können beißen, notfalls mit dem Handy ein Foto von der Schlange erstellen, um sie später identifizieren zu können
  • den betroffenen Körperteil absolut ruhig stellen
  • die Bissstelle auf keinen Fall aussaugen, denn dann kann das Gift zusätzlich über die Schleimhaut weiter im Köper verteilt werden und leichter auch in die Atemwege gelangen, dort kann eine Schwellung lebensbedrohlich sein
  • die Bissstelle nicht aufschneiden, ausbrennen, auch nicht abbinden oder Druckverbände anlegen
  • jegliche körperliche Anstrengungen vermeiden
  • am besten den Körper flach lagern und für den Transport zum Arzt oder in die Klinik sorgen

Ein Gegengift wird bei einem Kreuzotternbiss kaum noch eingesetzt, da die Gefahr einer schweren Allergie durch das Antiserum größer sein kann als die Giftwirkung. Nur wenn sich die Schwellung innerhalb von zwei Stunden nach dem Biss über die betroffene Extremität hinaus ausbreitet und es zusätzlich zu Kreislaufproblemen kommt, wird das Antiserum gegeben.

Die Genesung nach dem Biss ist langwierig: Bis alle Beschwerden verschwunden sind, können Monate vergehen.

Verwechslung

Oft werden die ungiftige Schlingnatter oder Ringelnatter mit der giftigen Kreuzotter verwechselt.

Am einfachsten und sichersten lässt sich die Kreuzotter an ihren Augen erkennen und unterscheiden:

Augen:

Kreuzotter: Bei ihr bilden die Pupillen tagsüber einen senkrechten Schlitz.
Ringelnattern: Bei ihr sind die Pupillen dagegen rund.
Schlingnattern: Bei ihr sind die Pupillen ebenfalls rund.

Erkennungsmerkmale von Schlangen

Rückenzeichnung:

kreuzotter

Kreuzotter: Typisch für die Kreuzotter ist das dunkle oder fast schwarze Zickzack-Band auf dem Rücken. Es kann bei vereinzelten Tieren allerdings vorkommen, dass sie ganz schwarz oder rötlich gefärbt sind, sodass das Zickzack-Band kaum zu erkennen ist.

Ringelnatter: Der Körper der Ringelnatter weist eine meist hell- bis dunkelgraue, teilweise auch bräunliche oder grünliche Oberseite mit kleinen schwarzen Flecken auf. Dabei machen sie die beiden gelben (manchmal orangen), halbmondförmigen Flecken am Hinterkopf unverwechselbar.

Schlingnatter: Auf dem Rücken der Schlingnatter befindet sich eine paarige oder gegeneinander versetzte, oft braune bis dunkelbraune Fleckenzeichnung, die bei manchen Tieren zu Querstreifen beziehungsweise kleinen Balken verschmolzen ist und nach hinten verblasst. Hierdurch kann es durchaus zur Verwechslung mit der Kreuzotter kommen, denn die parallel oder versetzt angeordneten Flecken beziehungsweise Querbalken auf dem Rücken der Schlingnatter können gerade bei in Bewegung befindlichen Tieren und oberflächlicher Betrachtung den Anschein eines kreuzottertypischen Zickzackbandes erwecken.

Quelle: www.wikipedia.org

 

ringelnatterIm Perlacher und Grünwalder Forst könnt Ihr Ringelnattern mit etwas Glück vor allem im Umfeld der Nussbaum-Ranch oder dem ein oder anderen Biotop sehen.

Lebensweise

Die Ringelnatter besiedelt ein weites Spektrum offener bis halboffener Lebensräume, in denen Gewässer unterschiedlichster Art zu finden sind. Gerne leben sie an eher langsam fließenden Gewässern, aber auch an Seen und Teichen, in Sümpfen, Biotopen und anderen Gebieten mit gutem Beuteangebot. Auch Kiesgruben und Steinbrüche werden von Ringelnattern bewohnt. Die Tiere sind oftmals auch weit entfernt von Gewässern anzutreffen, zum Beispiel auf feuchten Wiesen, Wäldern und Waldrändern.

Ringelnattern sind tagaktive Tiere. Ihre Körpertemperatur regulieren sie über ihr Verhalten, indem sie geeignete temperierte Bereiche wie Sonnen- und Schattenplätze oder das Wasser aufsuchen. Zusätzlich können sie ihre Körperoberfläche gezielt vergrößern (Abflachen beim Sonnen) oder verkleinern (Aufrollen in kühler Umgebung), um den Wärmeaustausch mit der Umgebung zu beeinflussen.

Als beliebter Sonnenplatz dienen ihnen alte Schilfhaufen oder Totholz. Auch alte Bäume sind wichtig, in deren großen Wurzeln die Ringelnattern kleine Höhlen für die Eiablage und zum Überwintern finden.

Die Ringelnatter ist tagaktiv, vor allem an den warmen Stunden des Tages. Sie zieht sich abends in ihr Versteck zurück und verlässt es morgens früh, um sich zu sonnen. Sie kann hervorragend Schwimmen, wobei sie den Kopf leicht aus dem Wasser hebt.

Die Ringelnatter bringt keine lebenden Jungen zur Welt wie die Kreuzotter, sondern legt ihre Eier gerne in Bereiche ab, die durch Verrottung organischer Materialen eine gewisse Eigenwärme produzieren, wie das beispielsweise in Mist-, Schilf- oder Komposthaufen und vermodernden Baumstümpfen der Fall ist. „Moderne“ Ringelnattern nutzen auch Fernwärmeleitungen zur Eiablage.

Ringelnattern können in der Natur 20 bis 25 Jahre alt werden.

Fressverhalten

Ringelnattern ernähren sich überwiegend von Amphibien. Teilweise stellt die Erdkröte das wichtigste Beutetier dar, andernorts bilden Frösche, insbesondere Braunfrösche die Nahrungsgrundlage. Auch Kleinsäuger, Fische und Vögel sowie Eidechsen und Wirbellose werden immer wieder gefressen. Mit der Größe der Nattern steigt auch die Größe ihrer Beutetiere: Jungschlangen fressen vor allem Molche, junge Froschlurche und kleinere Kaulquappen, große Ringelnatter-Weibchen ernähren sich vor allem von den großwüchsigen Erdkröten-Weibchen.

Größere Froschlurche werden von den Schlangen oft zunächst an einem, dann am anderen Hinterbein gepackt und nach und nach hinunter geschlungen. Die Vorderbeine werden möglichst einfach nach vorne geklappt, wenn dies nicht gelingt, werden auch sie stückweise Richtung Kopf verschlungen. Es ist wichtig die Beute von hinten zu verschlingen, da sich viele Froscharten mit Luft vollpumpen und große Ausmaße annehmen können. Werden sie von hinten gefressen, kann die Luft nach vorn durch den Mund herausgepresst werden.

Feinde

Als Fressfeinde der Ringelnatter sind eine Reihe von Greifvögeln und Säugetieren von Bedeutung, aber auch einige wenige Reptilien.

Unter den Greifvögeln ist der Mäusebussard, die Wiesen- und die Rohrweihe , der Schwarzmilan, der Schell- und der Schreiadler sowie der Schlangenadler als Schlangenjäger nachgewiesen. Auch der Uhu, die Aaskrähe, der Graureiher, der Weißstorch, der Kranich und das Haushuhn können Kreuzottern erbeuten.

Unter den Säugetieren sind verschiedene Marderarten wie der Europäische Iltis, das Hermelin, der Europäische Dachs oder das Feuerwiesel als Fressfeinde zu nennen. Auch der Rotfuchs, der Braunbrustigel und die Hauskatze sind von Bedeutung.

Gefahr

Ringelnattern sind sehr scheu, bei Störungen versuchen sie zu fliehen. Ist eine Flucht nicht möglich, lassen sie ihren Körper größer erscheinen (durch Aufblähen oder Abflachen), dabei kann der Vorderkörper aufgerichtet oder gebogen sein. Auch ein Aufrollen der Schlangen und Pendelbewegungen wurden als Abwehr beobachtet. Es folgen Zischen und Kopfstöße (Scheinbisse) in Richtung des Angreifers. Wirkliche Bisse kommen äußerst selten vor und sind für Menschen und Haustiere nicht bedrohlich. Gelegentlich wurde bei Menschen neben offensichtlich allergischen Reaktionen auch von akuten Schwellungen und Verfärbungen gebissener Bereiche berichtet, die nicht mit einer allergischen Reaktion zusammenhängen. Sie hängen wohl mit den Sekreten der Duvernoyschen Drüsen zusammen, Schmerzen traten jedoch keine auf.

Werden sie festgehalten, versuchen sich Ringelnattern durch heftiges Winden zu befreien, eine Entleerung des stark stinkenden Sekrets der Postanaldrüsen kommt dabei regelmäßig vor. Nicht selten ist ein Totstellen zu beobachten. Hierbei liegt die vollkommen schlaffe Ringelnatter mit geöffnetem Maul auf dem Rücken, teilweise tritt sogar etwas Blut aus dem Maul hervor.

Für den Menschen ist diese ungiftige Schlange völlig harmlos.

Verwechslung

Oft werden die ungiftige Schlingnatter oder Ringelnatter mit der giftigen Kreuzotter verwechselt.

Am einfachsten und sichersten lässt sich die Kreuzotter an ihren Augen erkennen und unterscheiden:

Augen:

Kreuzotter: Bei ihr bilden die Pupillen tagsüber einen senkrechten Schlitz.
Ringelnattern: Bei ihr sind die Pupillen dagegen rund.
Schlingnattern: Bei ihr sind die Pupillen ebenfalls rund.

Erkennungsmerkmale von Schlangen

Rückenzeichnung:

Kreuzotter: Typisch für die Kreuzotter ist das dunkle oder fast schwarze Zickzack-Band auf dem Rücken. Es kann bei vereinzelten Tieren allerdings vorkommen, dass sie ganz schwarz oder rötlich gefärbt sind, sodass das Zickzack-Band kaum zu erkennen ist.ringelnatter

Ringelnatter: Der Körper der Ringelnatter weist eine meist hell- bis dunkelgraue, teilweise auch bräunliche oder grünliche Oberseite mit kleinen schwarzen Flecken auf. Dabei machen sie die beiden gelben (manchmal orangen), halbmondförmigen Flecken am Hinterkopf unverwechselbar.

Schlingnatter: Auf dem Rücken der Schlingnatter befindet sich eine paarige oder gegeneinander versetzte, oft braune bis dunkelbraune Fleckenzeichnung, die bei manchen Tieren zu Querstreifen beziehungsweise kleinen Balken verschmolzen ist und nach hinten verblasst. Hierdurch kann es durchaus zur Verwechslung mit der Kreuzotter kommen, denn die parallel oder versetzt angeordneten Flecken beziehungsweise Querbalken auf dem Rücken der Schlingnatter können gerade bei in Bewegung befindlichen Tieren und oberflächlicher Betrachtung den Anschein eines kreuzottertypischen Zickzackbandes erwecken.

Quelle: www.wikipedia.org

Daneben gibt es noch viele weitere Amphibien im Perlacher und Grünwalder Forst wie zum Beispiel Lurche, Molche und verschiedene Eidechsen und Frösche.

 

Bäume und Pflanzen

Obwohl die großflächigen Sturmschäden der Vergangenheit der Forstverwaltung die Möglichkeit boten, die zerstörten Fichtenbestände durch Laubholz-Mischwälder, vor allem durch Eichen, Linden, Hainbuchen oder Bergahorn zu ersetzen, besteht der Perlacher und Grünwalder Forst immer noch zu einem großen Teil aus relativ gleichaltrigen, jüngeren Fichten-Monokulturen. Aus Sicht des Naturschutzes ist dies ungünstig, denn solche Monokulturen sind relativ artenarm. Ganz im Gegensatz zu Wäldern, bei denen Alter und Arten der Bäume stärker durchmischt sind. Denn je älter zum Beispiel die Bäume des Waldes sind, umso mehr Tierarten kommen darin vor und finden in dem vermehrt vorkommenden Totholz vielseitigste Lebensraumbedingungen.

Trotz der überwiegenden Fichtenbestände gibt es im Perlacher und Grünwalder Forst eine ganze Reihe unterschiedlichster Laubgehölze und wunderschöner, teilweise auch seltener Pflanzen und Blumen.

Im Perlacher und Grünwalder Forst kommen heute vor allem folgende Laubgehölze vor:

Hainbuchen, Spitz- und Feld-Ahorn, Robinien, Vogelbeeren, Mehlbeeren, Espen, Pappeln, Weiden, Weiß- und Schwarzerlen sowie Sand- und Moorbirken. Daneben gibt es auch sog. Edellaubhölzer wie Sommer- und Winter-Linden, Eschen, Bergahorne, Kirschen, Roteichen, Ulmen, Elsbeeren, Kastanien, Nussbäume und Speierlinge sowie Wildobstbäumen.

An bemerkenswerten Pflanzen finden sich im Perlacher und Grünwalder Forst zum Beispiel:

Schneeheide, Gefranster Enzian, Ästige Graslilie, Seidelbast, Einblütiges Wintergrün, Braunrote Ständelwurz, Türkenmohn, Türkenbund und Rotes Waldvögelein.

Mitmachen

Auch hier ist es unser Ziel, dass im Laufe der Jahre ein immer vollständiger werdender Überblick über die vielen kleinen und großen Pflanzen und Bäume im Perlacher und Grünwalder Forst entsteht. Gerne könnt Ihr uns dabei unterstützen, indem Ihr uns Fotos und Porträts von Bäumen oder Pflanzen schickt, die Ihr im Perlacher und Grünwalder Forst gesehen habt. Möglicherweise befinden sich darunter auch ganz besondere Exemplare oder geschützte Arten.

 

Gewässer

Der Perlacher und Grünwalder Forst liegt auf dem Gebiet der Münchner Schotterebene, die eine wasserdurchlässige Kiesschicht an der Oberfläche aufweist. Deshalb gibt es nur sehr wenige Steh- oder Fließgewässer. Es gibt allerdings ein paar wunderschöne, angelegte Biotope, die inzwischen zu richtigen kleinen Naturparadiesen herangewachsen sind.

Beispielsweise gibt es in der Nähe des Mugls, bei der sog. Rehtränke, wo sich auch unser Hirschbrunnen befindet, ein sehr schön angelegtes Biotop für heimische Amphibien. In insgesamt zwei Teichen tummeln sich im Frühling unzählige Kaulquappen, wobei man vor allem in der Laichzeit viele Erd- und Wechselkröten sowie den ein oder anderen Frosch beobachten kann. Mit ein bisschen Glück kann man in dem Biotop auch kleine Molche entdecken oder rund um das Biotop eine Ringelnatter sehen. Zwei Schautafeln am Weg geben sehr interessante Informationen zu den dort lebenden Amphibien.

Ein weiteres Biotop, bestehend aus mehreren kleinen Teichen, befindet sich in einer aufgelassenen Kiesgrube, in der entgegengesetzten Nähe des Perlacher Mugls. Auch hier lassen sich Frösche, Kröten und Kaulquappen sowie die ein oder andere Ringelnatter beobachten.

Der Forstbetrieb hat außerdem ein neues, sich selbst befüllendes Biotop in der Nähe des Giesinger Waldhauses angelegt. Der Bereich sollte möglichst nicht betreten werden, um der sensiblen Flora und Fauna eine ungestörte Entwicklung zu erlauben.

Darüber hinaus gibt es noch vereinzelte weitere Biotopen, wie zum Beispiel den Arelatümpel, in dessen Umfeld sich auch Frösche, Kröten, Kaulquappen sowie die ein oder andere Natter beobachten lassen.

Im Grünwalder Forst, kurz vor Oberhaching, befindet sich außerdem ein schöner Bachlauf, der als Amphibienschutzgebiet gilt. Hier schwimmen einige große Fische, aber auch Kröten und Frösche finden eine Heimat. In den Gräben in der Nähe der S-Bahntrasse und in der Sauschütt gibt es noch einige weitere kleine Gewässer mit Fröschen, Kröten und kleinen Kaulquappen im Frühling.

 

Luft

Der Perlacher und Grünwalder Forst liegt in einer der wichtigsten Frischluftschneisen für die Landeshauptstadt München. Der Wald trägt dadurch maßgeblich dazu bei, die Temperaturen in der Innenstadt zu regulieren und nach Möglichkeit reinzuhalten sowie eine zu starke Erwärmung des Stadtklimas zu verhindern.

Das ist gerade bei sogenannten Inversionswetterlagen von Bedeutung, wenn die obere Luftschicht wärmer ist als die untere und sich deshalb die Luftschichten nur wenig mischen. In diesen Fällen sammeln sich in der entaschenden Kaltluftblase Schmutzpartikel mit der Folge, dass die Feinstaubbelastung in München über das zugelassenen Maß steigt. Über die Frischluftschneise über dem Perlacher und Grünwalder Forst besteht in dieser Situation die Möglichkeit, dass Wind in die Innenstadt kommt und den stabilen Schichten der Inversionswetterlage entgegen wirkt, mit der Folge, dass die verschmutzte Luft aus der Innenstadt befördert werden kann.

Unabhängig davon filtert der Perlacher und Grünwalder Forst unabhängig Kohlendioxid aus der Luft und produziert wichtigen Sauerstoff. So ist zum Beispiel eine einzige 40 Meter hohe Rottanne (so wird auch die normale Fichte genannt) in der Lage, an einem Sonnentag aus 36 Kubikmetern Luft rund 18 Kilogramm Kohlendioxid herauszufiltern und daraus neue Biomasse zu bilden. Diese Menge entspricht dem durchschnittlichen Tagesausstoß von zweieinhalb Einfamilienhäusern. Zur gleichen Zeit produziert so ein 100 Jahre alter Nadelbaum per Fotosynthese rund 13 Kilogramm Sauerstoff. Diese Menge reicht aus, damit zehn Menschen einen Tag lang atmen können. Möglich wird das durch die rund 600.000 Nadeln der Tanne, die es auf 15000 Quadratmeter Filteroberfläche bringen. In diesem riesigen Sieb bleibt auch der Dreck, der in Luft liegt, hängen – vom gemeinen Staub bis hin zu Bakterien und Pilzen. (vgl. http://www.menshealth.de/artikel/so-macht-sie-der-wald-gesund.61706.html)