Perlacher und Grünwalder Forst

Der Perlacher und Grünwalder Forst ist ein 32,94 km² großes Waldgebiet im Münchner Südosten und hat als Naherholungsgebiet überragende Bedeutung für die Münchner Bevölkerung. Er ist Lebensraum für eine Vielzahl von Pflanzen und Tiere – darunter auch sehr seltene und geschützte Arten. Er ist die grüne Lunge des Münchner Südens und wirkt als Frischluftschneise, wodurch die Erwärmung der Innenstadt gemindert und das Stadtklima damit reguliert wird.

 

Geschichte

Auch historisch ist der Perlacher und Grünwalder Forst interessant: Durch den Wald verläuft die ehemalige Römerstraße Via Julia, die von Augsburg nach Salzburg führte. Die Trasse ist als 0,6 m hoher und 8 bis 10 m breiter Damm im Gelände zu erkennen.

Im Wald befindet sich auch eine sogenannte Römerschanze, die wohl eine Abschnittsbefestigung der späten römischen Kaiserzeit war und aus dem 10. Jahrhundert stammt. Darunter befinden sich Mauerreste einer kleinen römischen Siedlung aus dem 4. Jahrhundert sowie ein Burgstall aus dem hohen Mittelalter. Außerdem eine Brücke aus der römischen Kaiserzeit und zwei Grabhügel aus vorgeschichtlicher Zeit, mit Funden aus der Bronze- und Hallstattzeit sowie eine Viereckschanze aus der späten Latènezeit.

Im 17. Jahrhundert kam es zu einem starken Rückgang der stadtnahen Waldflächen. Ursächlich war die Zunahme der Münchner Bevölkerung, welche mit einer ungeregelten Holznutzung und einer Zunahme landwirtschaftlicher Flächen einherging. Zugleich entwickelten sich u.a. im Perlacher und Grünwalder Forst sog. Hutewälder (Forstwiesen), in denen Schweine, Rinder, Pferde und Schafe weideten. Im Perlacher Forst beispielsweise weideten, wie Mathias Schilcher, kurfürstlicher Forstkommissär und Taxator für das Oberland, für die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts festhielt –oft ohne Hirten – aus 22 Ortschaften 3 500 Stück Hornvieh, 1 000 Pferde und mehrere hundert Schafe (vgl. Bayerns Wälder 250 Jahre Bayerische Staatsforstverwaltung, Haus der Bayerischen Geschichte, Carl Schmöller / Jacques Andreas Volland, S.11)

Zur Repräsentation herrschaftlicher Macht begannen in der Mitte des 17. Jahrhunderts außerdem die großen Jagden der bayerischen Herzöge, Kurfürsten und Könige, welche damals die alleinige Jagdberechtigung besaßen.

So war beispielsweise die Grünwalder Sauschütt über mehrere Jahrhunderte ein jagdlicher Stützpunkt für die bayerischen Hofjagden. Ein wichtiger Bestandteil des heutigen Walderlebniszentrums ist der von König Max II. errichtete königliche Jagdpavillon aus dem Jahr 1863, den angeblich sogar schon der französische Kaiser Napoleon auf dem Rückweg von seinem Russland-Feldzug besucht haben soll.

Die Jagdtradition der bayerischen Hofjagden ging erst am 7. Oktober 1918 zu Ende, als der zur Flucht gezwungene König Ludwig III. einen letzten Hirsch erlegte (vgl. hierzu Naturschutzkonzept Forstbetrieb München, S. 8)

Mit Beginn einer geregelten Forstwirtschaft Anfang des 19. Jahrhunderts wurden Kahlflächen erschlossen und wiederbewaldet. Aufgrund von Spätfrösten, degradierten Böden, Unkrautkonkurrenz und Mäusefraß gab es gravierende Misserfolge bei der Etablierung von Laubholzkulturen. Daraufhin wurden die Flächen mit relativ widerstandsfähigen Fichten und Kiefern durchforstet, welche heute noch das Erscheinungsbild prägen. (vgl. hierzu Naturschutzkonzept Forstbetrieb München, S. 8)

Aktuell werden die Waldgebiete südlich von München, darunter auch der Perlacher und Grünwalder Forst, zu laubholzreichen Mischwäldern umgewandelt.

Eine Besonderheit im Perlacher Forst und Grünwalder Forst ist der sogenannte Mugl, wie man im österreichisch-bayerischen Sprachraum zu einem kleinen Hügel sagt. An der Stelle, auf der sich heute der Mugl erhebt, war früher eine bei Jägern bekannte Hirschbrunftwiese. In der Nähe lag das sogenannte Rote Haus, ein Wittelsbacher Jagdschloss aus dem 18. Jahrhundert. Im Süden der Hirschwiese ist die „alte Suhllacke“ noch als Bodenmulde zu erkennen. Später stand auf der Wiese bis 1944 das Haus des ehemaligen königlichen Wildwärters. Im Zweiten Weltkrieg wurde dort ein großer Bunker mit Flugabwehrgeschützen errichtet, der nach Kriegsende aufgrund seiner massiven Bauweise nicht abgetragen werden konnte. Stattdessen wurde der Bunker 1970 mit dem Aushubmaterial des McGraw-Grabens überdeckt, welcher das Ende des Münchener Autobahnrings der A99 / A995 mit dem Mittleren Ring verbindet. Durch die Aufschüttung entstand der Mugl, der heute ein beliebter Aussichtsberg ist. Von der 26 Meter hohen Anhöhe (587 Meter über dem Meeresspiegel) hat man bei gutem Wetter einen schönen Blick über den Perlacher und Grünwalder Forst bis zum Alpenhauptkamm mit seinen zahlreichen Gipfeln. Auf dem Mugl steht ein Pavillon, in dem sechs anschauliche Informationstafeln über die regionale Wald- und Forstgeschichte von der Eiszeit bis heute informieren.

 

Naturparadis

Wald ist mehr als eine Ansammlung von Bäumen. Wald ist Mythos, Wald ist Emotion und er ist Projektionsfläche für den Zeitgeist. Im Mittelalter war der Wald Sinnbild für Ängste – vor bösen Wölfen oder Hexen. Wildnis galt als Synonym für Bedrohung, für Unbeherrschbarkeit und Todesangst. Die Menschen setzten alles daran, die Wildnis zu zähmen, um sich sicher und heimisch zu fühlen. Seit es kaum noch Wildnis gibt, wächst die Sehnsucht nach der unberührten Natur. In einer zunehmend technisierten und durchorganisierten Welt steht die Wildnis für positive Eigenschaften und gilt als Verheißung von Freiheit und Abenteuer (vgl. Welt 24, Die Sehnsucht nach der unberührten Natur, Artikel vom 28.04.2014)

So verwundert es nicht, dass es nach einer Studie zum „Naturbewusstsein 2013“ des Bundesamts für Naturschutz 42 Prozent der Befragten begrüßen würden, wenn es in Deutschland mehr Naturflächen geben würde, die wieder sich selbst überlassen werden. Vor allem in Wäldern sollte sich mehr Wildnis entwickeln können. 65 Prozent der Befragten gaben zu Protokoll, dass ihnen die Natur umso besser gefällt, je wilder sie ist. Nur 36 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass ein Wald „ordentlich“ aussehen sollte (vgl. Welt 24, Die Sehnsucht nach der unberührten Natur, Artikel vom 28.04.2014)

Bei uns im Perlacher und Grünwalder Forst gibt es eine Reihe kleiner, oftmals nahezu unbemerkte Naturparadiese. Was aber bis jetzt fehlt und wofür wir uns einsetzen sind Schutzgebiete, in denen sich der Wald ungestört entwickeln kann, sodass sich zumindest langfristig auf einigen Flächen wieder Buchen- und Eichenurwälder entwickeln können.

 

Sport und Freizeit

Ob zum Entspannen, um Freunde zu treffen, mit dem Hund Gassi zu gehen oder sportlichen Aktivitäten nachzugehen – der Perlacher und Grünwalder Forst bietet Euch zahlreiche Möglichkeiten. Und das zu jeder Jahreszeit.

Wenn Ihr gerne abseits der Wege geht und ein gutes Orientierungsvermögen habt, könnt Ihr nach Lust und Laune auf kleinen Pfaden durch den Wald wandern und auf gelegentlichen Baumstämmen balancieren.

Joggen

Wenn Ihr gerne joggt, findet Ihr im Perlacher Forst einen 2,6 km langen Trimm Dich Pfad mit vielen Übungsstationen. Viele Stationen des Trimm Dich Pfades sind reine Dehn- und Mobilisierungsübungen. Das vorhandene Equipment ist sehr gut für das Training mit dem eigenen Körpergewicht geeignet und verfügt über eine gute Reckstangenkonstruktion in Dreieckanordnung, daher ist auch das Calisthenics und Street Workout Training hier möglich. Außerdem findet Ihr auf der Laufstrecke einige Low Bars und eine gute Hangelstrecke aus zwei Stangen.

Und das Schönste: Ab und zu könnt Ihr im Perlacher Forst dem ein oder anderen Spieler von FC Bayern beim Joggen zusehen.

Radfahren

Aber auch für alle Liebhaber des Radsports bietet der Perlacher und Grünwalder Forst perfekte Möglichkeiten auf leichten, teilweise sogar asphaltierten Wegen. Und wenn Ihr mögt, könnt Ihr sogar ein knapp 20 Kilometer langes Teilstück des RadlRings München auf speziell gepflegten Wegen durch den Perlacher und Grünwalder Forst fahren.

Und für alle, die es nicht wissen: Der RadlRing wurde 2005 im Rahmen der Bundesgartenschau angelegt und führt einmal um die Landeshauptstadt. Er führt an vielen berühmten Sehenswürdigkeiten wie dem Schloss Schleißheim oder dem Kloster Fürstenfeld vorbei und quert das hügelige Gelände im Brucker Land, die Isar- und Amperauen sowie den Perlacher und Grünwalder Forst und den Forstenrieder Park.

Biergarten

Ein beliebtes Ziel für Radtouren und Spaziergänge am südöstlichen Rand des Perlacher Forstes ist die Kugler Alm, ein traditionsreicher Biergarten mit großem Spielplatz und Ponyreiten für Kinder, immer Sonntags bei schönem Wetter.

Ebenfalls sehr beliebt ist die „Nussbaum-Ranch“, ein kleiner Kiosk, an dem die Kinder ein Eis essen und die Eltern ein kühles Radler trinken können. Wer von Euch die mit uns am Rande des Perlacher und Grünwalder Forstes aufgewachsen sind, kann sich noch an sein erstes Eis bei der Nussbaum Ranch (mit Vorliebe Ed von Schleck) erinnern und an die kleinen Kaulquappen im Bach daneben?

Walderlebniszentrum

Ein ganz besonderes Angebot gibt es im idyllisch gelegenen Walderlebniszentrum in Grünwald. Hier könnt Ihr den Wald mit allen Sinnen erleben. Das Walderlebniszentrum bietet Waldführungen, Firmenveranstaltungen, Kindergeburtstage und vieles mehr. Besondere Attraktionen sind ein Walderlebnispfad, verschiedene Ausstellungen, ein Insektenhaus und natürlich das Wildschweingehege.

 

Tiere

Der Perlacher und Grünwalder Forst ist Lebensraum für eine Vielzahl von Tieren. Darunter auch bedrohte und besonders seltene und geschützte Arten.

Mitmachen

Wir wollen Euch hier einige der im Perlacher und Grünwalder Forst lebenden Tiere vorstellen. Unser Ziel ist es, dass hier im Laufe der Jahre ein immer vollständiger werdender Überblick über die vielen kleinen Waldbewohner entsteht. Gerne könnt Ihr uns dabei unterstützen, indem Ihr uns Fotos und Porträts von Tieren schicken, die Ihr im Perlacher und Grünwalder Forst gesehen habt. Möglicherweise befinden sich darunter auch ganz neue Gäste, die sich hier im Perlacher und Grünwalder Forst angesiedelt haben.

Säugetiere

Vögel

Daneben gibt es im Perlacher und Grünwalder Forst zahlreiche kleine und mittelgroße Vogelarten, wie zum Beispiel:

Rabenkrähen, Kolkraben, Eichelhäher, Tannenhäher, Ringeltaube, Amsel, Drossel, Meise, Kernbeißer, Buchfink, Kleiber, Rotkelchen, Zilpzalp und viele mehr.

Amphibien

Daneben gibt es noch viele weitere Amphibien im Perlacher und Grünwalder Forst wie zum Beispiel Lurche, Molche und verschiedene Eidechsen und Frösche.

 

Bäume und Pflanzen

Obwohl die großflächigen Sturmschäden der Vergangenheit der Forstverwaltung die Möglichkeit boten, die zerstörten Fichtenbestände durch Laubholz-Mischwälder, vor allem durch Eichen, Linden, Hainbuchen oder Bergahorn zu ersetzen, besteht der Perlacher und Grünwalder Forst immer noch zu einem großen Teil aus relativ gleichaltrigen, jüngeren Fichten-Monokulturen. Aus Sicht des Naturschutzes ist dies ungünstig, denn solche Monokulturen sind relativ artenarm. Ganz im Gegensatz zu Wäldern, bei denen Alter und Arten der Bäume stärker durchmischt sind. Denn je älter zum Beispiel die Bäume des Waldes sind, umso mehr Tierarten kommen darin vor und finden in dem vermehrt vorkommenden Totholz vielseitigste Lebensraumbedingungen.

Trotz der überwiegenden Fichtenbestände gibt es im Perlacher und Grünwalder Forst eine ganze Reihe unterschiedlichster Laubgehölze und wunderschöner, teilweise auch seltener Pflanzen und Blumen.

Im Perlacher und Grünwalder Forst kommen heute vor allem folgende Laubgehölze vor:

Hainbuchen, Spitz- und Feld-Ahorn, Robinien, Vogelbeeren, Mehlbeeren, Espen, Pappeln, Weiden, Weiß- und Schwarzerlen sowie Sand- und Moorbirken. Daneben gibt es auch sog. Edellaubhölzer wie Sommer- und Winter-Linden, Eschen, Bergahorne, Kirschen, Roteichen, Ulmen, Elsbeeren, Kastanien, Nussbäume und Speierlinge sowie Wildobstbäumen.

An bemerkenswerten Pflanzen finden sich im Perlacher und Grünwalder Forst zum Beispiel:

Schneeheide, Gefranster Enzian, Ästige Graslilie, Seidelbast, Einblütiges Wintergrün, Braunrote Ständelwurz, Türkenmohn, Türkenbund und Rotes Waldvögelein.

Mitmachen

Auch hier ist es unser Ziel, dass im Laufe der Jahre ein immer vollständiger werdender Überblick über die vielen kleinen und großen Pflanzen und Bäume im Perlacher und Grünwalder Forst entsteht. Gerne könnt Ihr uns dabei unterstützen, indem Ihr uns Fotos und Porträts von Bäumen oder Pflanzen schickt, die Ihr im Perlacher und Grünwalder Forst gesehen habt. Möglicherweise befinden sich darunter auch ganz besondere Exemplare oder geschützte Arten.

 

Gewässer

Der Perlacher und Grünwalder Forst liegt auf dem Gebiet der Münchner Schotterebene, die eine wasserdurchlässige Kiesschicht an der Oberfläche aufweist. Deshalb gibt es nur sehr wenige Steh- oder Fließgewässer. Es gibt allerdings ein paar wunderschöne, angelegte Biotope, die inzwischen zu richtigen kleinen Naturparadiesen herangewachsen sind.

Beispielsweise gibt es in der Nähe des Mugls, bei der sog. Rehtränke, wo sich auch unser Hirschbrunnen befindet, ein sehr schön angelegtes Biotop für heimische Amphibien. In insgesamt zwei Teichen tummeln sich im Frühling unzählige Kaulquappen, wobei man vor allem in der Laichzeit viele Erd- und Wechselkröten sowie den ein oder anderen Frosch beobachten kann. Mit ein bisschen Glück kann man in dem Biotop auch kleine Molche entdecken oder rund um das Biotop eine Ringelnatter sehen. Zwei Schautafeln am Weg geben sehr interessante Informationen zu den dort lebenden Amphibien.

Ein weiteres Biotop, bestehend aus mehreren kleinen Teichen, befindet sich in einer aufgelassenen Kiesgrube, in der entgegengesetzten Nähe des Perlacher Mugls. Auch hier lassen sich Frösche, Kröten und Kaulquappen sowie die ein oder andere Ringelnatter beobachten.

Der Forstbetrieb hat außerdem ein neues, sich selbst befüllendes Biotop in der Nähe des Giesinger Waldhauses angelegt. Der Bereich sollte möglichst nicht betreten werden, um der sensiblen Flora und Fauna eine ungestörte Entwicklung zu erlauben.

Darüber hinaus gibt es noch vereinzelte weitere Biotopen, wie zum Beispiel den Arelatümpel, in dessen Umfeld sich auch Frösche, Kröten, Kaulquappen sowie die ein oder andere Natter beobachten lassen.

Im Grünwalder Forst, kurz vor Oberhaching, befindet sich außerdem ein schöner Bachlauf, der als Amphibienschutzgebiet gilt. Hier schwimmen einige große Fische, aber auch Kröten und Frösche finden eine Heimat. In den Gräben in der Nähe der S-Bahntrasse und in der Sauschütt gibt es noch einige weitere kleine Gewässer mit Fröschen, Kröten und kleinen Kaulquappen im Frühling.

 

Luft

Der Perlacher und Grünwalder Forst liegt in einer der wichtigsten Frischluftschneisen für die Landeshauptstadt München. Der Wald trägt dadurch maßgeblich dazu bei, die Temperaturen in der Innenstadt zu regulieren und nach Möglichkeit reinzuhalten sowie eine zu starke Erwärmung des Stadtklimas zu verhindern.

Das ist gerade bei sogenannten Inversionswetterlagen von Bedeutung, wenn die obere Luftschicht wärmer ist als die untere und sich deshalb die Luftschichten nur wenig mischen. In diesen Fällen sammeln sich in der entaschenden Kaltluftblase Schmutzpartikel mit der Folge, dass die Feinstaubbelastung in München über das zugelassenen Maß steigt. Über die Frischluftschneise über dem Perlacher und Grünwalder Forst besteht in dieser Situation die Möglichkeit, dass Wind in die Innenstadt kommt und den stabilen Schichten der Inversionswetterlage entgegen wirkt, mit der Folge, dass die verschmutzte Luft aus der Innenstadt befördert werden kann.

Unabhängig davon filtert der Perlacher und Grünwalder Forst unabhängig Kohlendioxid aus der Luft und produziert wichtigen Sauerstoff. So ist zum Beispiel eine einzige 40 Meter hohe Rottanne (so wird auch die normale Fichte genannt) in der Lage, an einem Sonnentag aus 36 Kubikmetern Luft rund 18 Kilogramm Kohlendioxid herauszufiltern und daraus neue Biomasse zu bilden. Diese Menge entspricht dem durchschnittlichen Tagesausstoß von zweieinhalb Einfamilienhäusern. Zur gleichen Zeit produziert so ein 100 Jahre alter Nadelbaum per Fotosynthese rund 13 Kilogramm Sauerstoff. Diese Menge reicht aus, damit zehn Menschen einen Tag lang atmen können. Möglich wird das durch die rund 600.000 Nadeln der Tanne, die es auf 15000 Quadratmeter Filteroberfläche bringen. In diesem riesigen Sieb bleibt auch der Dreck, der in Luft liegt, hängen – vom gemeinen Staub bis hin zu Bakterien und Pilzen. (vgl. http://www.menshealth.de/artikel/so-macht-sie-der-wald-gesund.61706.html)