Was wir tun

Das Leben in der Metropole München ist oft hektisch und laut. Ohne Wald und Natur wäre das typische Münchner Lebensgefühl, diese Mischung aus Leichtigkeit, urbanem Flair und entspannter Ruhe in grünen Oasen, nicht möglich. Im Perlacher und Grünwalder Forst finden Menschen Ruhe und Erholung. Hier ist ausreichend Platz für Sport und Bewegung und Münchens Wastl dürfen hier ungestört ihre Beinchen heben. Gleichzeitig stellt der Wald einen wichtigen Lebensraum für zahlreiche Pflanzen und Tiere dar.

Wir setzen uns dafür ein, dass der Perlacher und Grünwalder Forst trotz einer steigenden Nachfrage nach dem Rohstoff Holz auch für künftige Generationen als einer der wichtigsten Naherholungsgebiete Münchens erhalten und geschützt bleibt.

 

Hintergrund

Der Perlacher und Grünwalder Forst ist ein Staatsforst und wird von den Bayerischen Staatsforsten bewirtschaftet. Nach dem Naturschutzkonzept der Bayerischen Staatsforsten für den Forstbetrieb München ist Ziel der Naturschutzarbeit die Erhaltung und Schaffung von naturnahen Mischbeständen.

Hierbei ist aber zu beachten, dass die Bayerischen Staatsforsten zur Bestimmung des Schutz- und Erhaltungsgrades eines Waldes ihre Waldbestände in vier Klassen eingeteilt haben:


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    Klasse 1

    Dabei genießen die sog. Klasse-1-Bestände (führende Buchenbestände älter als 180 Jahre, führende Eichenbestände älter als 300 Jahre) den höchsten Schutz, indem keine Holzernte-, Pflege- oder Pflanzmaßnahmen geplant sind.

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    Klasse 2

    Auch Waldbestände der Klasse 2 (führende Buchenbestände in einem Alter von 140-179 Jahren und führende Eichenbestände in einem Alter von 140-299 Jahren) genießen noch einen relativ hohen Schutz, indem zumindest Teile der Bestände in Hiebruhe gestellt und damit erhalten werden. Außerdem soll eine gewisse Anzahl von Biotopbäumen und Totholz zur Förderung des Artenreichtums bis zu ihrem natürlichen Zerfall im Bestand bleiben.

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    Klasse 3

    Bestände der Klasse 3 (führende Buchen- und Eichenbestände im Alter von 100-139 Jahren) werden dagegen trotz des hohen Alters der Bäume bereits als „jüngere Waldbestände“ bezeichnet. Fällt der Forstbetrieb hier z.B. eine 125 Jahre alte Buche hat er demnach keinen „alten“, sondern einen „jüngeren“ Baum gefällt. In der Klasse 3 werden keine Bestände in Hiebruhe gestellt, außerdem wird eine wesentlich geringere Anzahl an Totholz angestrebt.

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    Klasse 4

    Naturnahe Waldbestände unter 100 Jahre oder Wälder, die nicht „naturnah“ sind wie zum Beispiel der typische Fichtenwald, gehören zur Klasse 4 und genießen den geringsten Schutz. Hier wird die geringste Anzahl an Totholz und Biotopbäumen angestrebt.


Nach dieser Einteilung der Waldbestände in verschiedene Klassen verfügt der Perlacher und Grünwalder Forst nur über sehr geringe Waldbestände der Klasse 2 und einige Bestände der Klasse 3. Der Schwerpunkt der Waldbestände ist nach der Kategorisierung durch die Bayerischen Staatsforsten dagegen der Klasse 4 zuzurechnen und gehört damit zu den Waldbeständen, die in Bayern derzeit den geringsten Schutz genießen.

Diese Einteilung der Wälder in verschiedene Klassen wird unter den Forstexperten kontrovers diskutiert und auch von uns durchaus kritisch gesehen. Hinzu kommt, dass es nach dem derzeit gültigen Naturschutzkonzept nahezu unmöglich ist, dass ein Waldbestand der Klasse 4, der regelmäßig keine führenden Buchen- oder Eichenbestände aufweist, langfristig in eine „bessere Klasse“ eingestuft wird.

 

Unsere Ziele

  • Der Perlacher und Grünwalder Forst ist als wertvoller Vermögensbestandteil zu schützen, zu erhalten und nachhaltig und naturnah zu bewirtschaften.
  • Der Perlacher und Grünwalder Forst darf nicht durch den Bau des Autobahnsüdrings oder sonstiger Maßnahmen zerstört oder geteilt werden.

Begründung

Beim Autobahn-Südring handelt es sich um den Ringschluss der A99 zwischen dem Autobahnkreuz von A99 und A96 (Lindau) bei Gräfelfing und der A995 (München-Salzburg) bei Oberhaching. Dieses Bauwerk bewegt Planer und Anwohner seit bald 75 Jahren. Zwar hat sich der Bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer 2012 gegen eine Anmeldung des Münchner Südrings für den nächsten Bundesverkehrswegeplan ausgesprochen. Derzeit gibt es aber wieder einige Politiker, die in der Presse den Autobahn-Südring fordern, sodass nicht ausgeschlossen werden kann, dass dieser doch noch in den nächsten Bundesverkehrswegeplan aufgenommen wird.

Bäume

 

  • Zehn Prozent des Perlacher und Grünwalder Forstes sind als Schutzgebiete auszuweisen und einer natürlichen und ungestörten Waldentwicklung – ohne Holzernte-, Pflege- oder Pflanzmaßnahmen – zu überlassen.
  • Im Idealfall sollten diese Schutzgebiete einen überwiegenden Anteil an möglichst älteren Buchen- und Eichenbeständen aufweisen, die ihren höchsten wirtschaftlichen Wert erreicht haben.
  • Um neue Einnahmen trotz Verzicht auf die Bewirtschaftung und die Einrichtung von Schutzgebieten zu sichern, könnten sich z.B. Unternehmen und Organisationen durch einen einmaligen Betrag an solchen Waldschutzprojekten beteiligen.

Begründung

Indem zumindest zehn Prozent der Bäume, im Idealfall Eichen und Buchen, aus der Nutzung genommen werden und ungestört wachsen können, sollen zumindest in kleinen Schutzgebieten im Perlacher und Grünwalder Forst langfristig Buchen- und Eichenurwälder und damit Waldbestände der Klasse 1 entstehen. Gerade Laubwälder mit alten Bäumen bieten eine immense Artenvielfalt und wichtige Rückzugs- und Entwicklungsräume für bedrohte Tier- und Pflanzenarten, da viele Tiere und Pflanzen auf alte, dicke und abgestorbene Bäume spezialisiert sind.

Unabhängig von unserer Forderung hat die Bundesregierung 2007 eine nationale Biodiversitätsstrategie beschlossen, wonach bis 2020 zehn Prozent der öffentlichen Wälder einer natürlichen Entwicklung zu überlassen sind. Am 01.10.2010 hat auch der Bundestag die Nationale Biodiversitätsstrategie fraktionsübergreifend befürwortet und eine zügige Umsetzung durch die Bundesländer gefordert. Mit der Ausweisung von zehn Prozent nutzungsfreier Schutzgebiete würde der Freistaat Bayern auf dem Gebiet des Perlacher und Grünwalder Forstes seiner Verpflichtung aus der Biodiversitätsstrategie nachkommen.

Größere Waldbestände stilllegen bedeutet auch, auf wichtige Einnahmen zu verzichten. Vor diesem Hintergrund erklärt sich der Verein gerne bereit, die Bayerischen Staatsforsten dabei zu unterstützen, wie sich z.B. Unternehmen und Organisationen durch einen einmaligen Betrag am Entstehen nutzungsfreier Schutzgebiete beteiligen können. Eine solche Beteiligungsmöglichkeit bietet zugleich örtlich ansässigen Unternehmen eine gute Möglichkeit, direkt vor Ort gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen und ein einzigartiges Ökosystem entstehen zu lassen. Die Unternehmen können wiederum ihren Einsatz und ihre Beteiligung sehr gut kommunikativ im Rahmen ihrer Corporate Social Responsibility (CSR) bzw. Unternehmerischen Gesellschaftsverantwortung nutzen.

  • Das Gemeinwohl hat eine ökologische, eine soziale und eine ökonomische Dimension. Zwischen diesen Dimensionen ist ein ausgewogener Ausgleich herzustellen. Dabei müssen Umweltschutz und Erholung Vorrang vor der Nutzung von Holz haben.
  • Der Perlacher und Grünwalder Forst muss wieder als Bürgerwald verstanden werden. Als ein Wald zur Daseinsfürsorge, der dem Wohl aller Menschen dienen soll.

Begründung

Nach Art. 18 BayWaldG dient der Staatswald dem allgemeinen Wohl in besonderem Maß und ist daher vorbildlich zu bewirtschaften. Die mit der Bewirtschaftung und Verwaltung betrauten Stellen haben ferner die Schutz- und Erholungsfunktion des Waldes und seine biologische Vielfalt zu sichern und zu verbessern. Bei allen Maßnahmen sind die Belange des Naturschutzes und der Landschaftspflege zu berücksichtigen. Somit besteht für den Staatswald eine besondere Gemeinwohlbindung

Die wachsende Anzahl an Waldkindergärten, sportlicher und der Freizeit dienenden Nutzung, waldpädagogischen Angeboten bis hin zur Waldweihnacht angrenzender Kirchen zeigt, dass die Bedeutung des Waldes nicht nur als Rohstofflieferant, sondern gerade auch als Ort der Erholung, der Bildung und der seelischen Erbauung zunimmt. Dies gilt umso mehr, als dass die Bevölkerungsdichte der Landeshauptstadt München immer stärker zunimmt und dem Wald gerade in einem Ballungsraum wie München eine äußerst wichtige und zentrale Erholungsfunktion zukommt.

Demgegenüber zeigen sich an dem immer dichter werdenden Netz an Rückegassen und den entsprechenden Holzentnahmen im Perlacher und Grünwalder Forst deutliche Spuren der Forstreform und der damit einhergehenden kontinuierlichen und am Gewinn orientierten Holzentnahmen.

Eine zu stark an wirtschaftlichen Erwägungen orientierte Bewirtschaftung steht weder mit dem Bayerischen Waldgesetz noch mit den Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) in Einklang, das unmissverständlich Folgendes festgestellt hat: „Die Bewirtschaftung des Körperschafts- und Staatswaldes dient der Umwelt- und Erholungsfunktion des Waldes, nicht der Sicherung von Absatz und Verwertung forstwirtschaftlicher Erzeugnisse.“ (vgl.B II 3a Rdnr.: 110,  BVerfG, Urt. v. 31.05.1990, NVwZ 1991, 53).

  • Auf den verbleibenden 90 Prozent der wirtschaftlich genutzten Waldfläche des Perlacher und Grünwalder Forstes hat unabhängig von der Einteilung der Waldbestände in verschiedene Klassen eine ökologisch nachhaltige Waldbewirtschaftung zu erfolgen, sodass die ökologische Qualität des Perlacher und Grünwalder Forstes kontinuierlich gesteigert wird.
  • Mindestens 5 Prozent der Bäume in der wirtschaftlich genutzten Waldfläche werden für die Vorratserhöhung in Form von Biotopbäumen, Biotopbaumanwärter und stehendem oder liegendem Totholz verwendet.
  • Außerdem wird bei allen sog. Methusalemen (besondere Altbäume) flächendeckend und unabhängig von der Waldklasse auf eine Nutzung verzichtet. Altbäume, welche die Voraussetzungen von Methusalemen noch nicht erfüllen (sog. Methusalemanwärter), werden ebenfalls aus der Nutzung genommen, um das Nachwachsen von Methusalemen sicherzustellen.
  • Die im Perlacher und Grünwalder Forst vorhandenen Alteichen werden unabhängig von ihrem Stammumfang aus der Nutzung genommen. Dabei ist sicherzustellen, dass geeignete jüngere Eichen zu Alteichenbeständen heranwachsen können, um auch künftig eine Vernetzung von Alteichenvorkommen sicherzustellen.
  • Arbeitsabläufe und Techniken sind an den Bedürfnissen einer bodenschonenden, wald- und menschendfreundlichen sowie energiesparenden Technik auszurichten.
  • Im Perlacher und Grünwalder Forst dürfen keine gentechnisch veränderten Organismen, chemische Dünger und Pestizide eingesetzt werden.

Begründung

Nach der Einteilung der Waldbestände in verschiedene Klassen weist der Perlacher und Grünwalder Forst überwiegend Waldbestände der Klasse 4 auf, die nach dem Naturschutzkonzept den geringsten Schutz genießen. Solange es in Bayern die Klasseneinteilung von Wäldern gibt, die eine besondere Schutzwürdigkeit von Wäldern vom Vorhandensein führender älterer Eichen- oder Buchenbestände abhängig macht, bestünde für den Perlacher und Grünwalder Forst aufgrund seines überwiegenden Fichtenaufkommens erst in über 100 Jahren nach Anpflanzung führender Eichen- oder Buchenbestände die Möglichkeit, den Status eines Waldes der Klasse 3 zu erhalten. Für den ökologisch geschützten Status eines Waldes der Klasse 2 bestünde diese Möglichkeit erst in 140 Jahre. Aus diesem Grund ist es aus Sicht des Vereins unerlässlich, dass im Perlacher und Grünwalder Forst – unabhängig von seiner derzeitigen überwiegenden Einteilung in die „Klasse 4“ – die ökologische Qualität erhöht wird und ältere naturnahe Waldbestände entstehen können.

Eine Erhöhung der ökologischen Qualität und damit der Artenvielfalt findet dann statt, wenn eine zunehmende Anzahl an älteren und alten Bäumen vorhanden ist und Biotopbäume und Totholz bis zum Zerfall im Bestand bleiben. Gerade alte und dicke Bäume bieten einen wichtigen Lebensraum für Tiere und Pflanzen, die auf diese Strukturen angewiesen sind.

Als Biotopbäume werden Bäume bezeichnet, die besondere Lebensräume (Biotope) für andere Lebewesen anbieten. Hierbei handelt es sich oft um sehr alte Bäume, die durch besondere Strukturmerkmale wie z.B. Höhlen oder größeren Stamm- oder Rindenverletzungen, auffallen. Insbesondere Bäume mit Spechthöhlen oder mit Horsten baumbrütender Vogelarten, sogenannte Horstbäume, zählen dazu. Aber auch Bäume mit besonderen Wuchsformen oder mit hohem Totholzanteil bieten vielen Tieren, Pflanzen oder Mikroorganismen einen Lebensraum.

Als Methusaleme (besondere Altbäume) gelten nach dem Naturschutzkonzept der Bayerischen Staatsforsten München Eichen, Tannen und Fichten mit einem Brusthöhendurchmesser von über 100 cm sowie alle anderen Baumarten ab einem Brusthöhendurchmesser von über 80 cm. Dabei ist im Naturschutzkonzept der Staatsforsten München nur für Waldbestände der Klassen 1 bis 3 der ausdrückliche Erhalt der Methusaleme geregelt. Bei Waldbeständen der Klasse 4, welche überwiegend im Perlacher und Grünwalder Forst vorhanden sind, ist dagegen nur ein Nutzungsverzicht für Alteichen vorgesehen, jedoch nicht für alle anderen Methusaleme. Es gibt aber auch im Perlacher und Grünwalder Forst ältere und dicke Bäume, die keine Alteichen sind, aber trotzdem als ökologisches Rückgrat sehr wichtig und schützenwert sind. Nur durch einen dauerhaften Schutz auch dieser Bäume ist es möglich, dass der Perlacher und Grünwalder Forst zukunftsfähig wird und an ökologischem Wert zunimmt.

Gleichzeitig muss dieser Schutz auch für Altbäume gelten, die noch nicht den Brusthöhendurchmesser erreicht haben, der nach dem Naturschutzkonzept der Bayerischen Staatsforsten für sog. Methusaleme vorgesehen ist (sog. Methusalemanwärter). Nur auf diese Weise kann ein generationsübergreifendes Nachwachsen und damit eine langfristige Steigerung der ökologischen Qualität des Perlacher und Grünwalder Forstes sichergestellt werden.

Im Perlacher und Grünwalder Forst gibt es eine Vielzahl von Alteichen, die bereits heute die Biodiversität und den naturschutzfachlichen Wert des Waldes deutlich erhöhen und zugleich eine ökologische Brücke zu den Eichen-Jungbeständen herstellen. Diese Alteichen stellen unabhängig davon, ob sie die Kriterien von sog. Methusalemen erfüllen, wertvolle Biotopbäume und schützenswerte Altbäume dar. Um langfristig führende Eichenbestände der Klassen 1-3 aufbauen zu können, aber auch um in Zukunft eine Vernetzung von Alteichenvorkommen sicherzustellen, ist es unerlässlich, sowohl Alteichen aus der Nutzung herauszunehmen als auch jüngeren Eichen die Möglichkeit zu geben, zu Alteichen heranzuwachsen.

  • Um größtmögliche Transparenz herzustellen und das Naturschutzkonzept für den Forstbetrieb München für die Allgemeinheit nachvollziehbar zu machen, stellen die Bayerischen Staatsforsten ihre Karten über die jeweiligen Klassifizierungen der bayerischen Waldbestände und ein Register über die Kennzeichnungen und Kartierungen der Biotopbäume, Methusaleme sowie Alteichen insbesondere im Perlacher und Grünwalder Forst auf ihrer Homepage ein.
  • In Zusammenarbeit und Absprache mit den Bayerischen Staatsforsten erfolgt im Perlacher und Grünwalder Forst zur Information der Besucherinnen und Besucher eine Kennzeichnung und Altersangabe besonderer Biotopbäume, Methusaleme und Alteichen.
  • Der Perlacher und Grünwalder Forst wird nach den hochwertigen Standards von FSC (Forest Stewardship Council) zertifiziert, so wie es auch neuerdings für die Staatswälder Baden-Württembergs und Rheinland-Pfalz durchgeführt wird.

Begründung

Um die Menschen für den Naturschutz und die Belange des Waldes zu sensibilisieren ist eine transparente Informationspolitik, die interessierten Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit gewährt, sich selber einen Überblick zu verschaffen und eine Meinung zu bilden, unerlässlich. Eine darüber hinausgehende Kennzeichnung besonderer Biotopbäume, Methusaleme und Alteichen direkt vor Ort im Perlacher und Grünwalder Forst ermöglicht es den Besucherinnen und Besuchern außerdem, ein Gefühl für das Alter von Bäumen sowie über den vorhandenen schützenwürdigen Baumbestand im Perlacher und Grünwalder Forst zu bekommen. Der Verein ist gerne den Bayerischen Staatsforsten bei den Kennzeichnungen im Wald behilflich.

Bei der FSC Zertifizierung handelt es sich um ein internationales Zertifizierungssystem für Waldwirtschaft, das gleichermaßen wirtschaftliche, soziale und ökologische Ziele erfüllt und gesellschaftlich anerkannt ist. Zehn weltweit gültige Prinzipien garantieren, dass Holz- und Papierprodukte mit dem FSC-Siegel aus verantwortungsvoll bewirtschafteten Wäldern stammen. Diese Prinzipien sind in einem internationalen Standard festgelegt. Der FSC-Standard schreibt vor, dass die ökologischen Funktionen eines Waldes erhalten bleiben müssen, er schützt vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten und sichert die Rechte der Ureinwohner und der Arbeitnehmer. Das Ziel eines deutschen FSC-Waldes ist eine natürliche Waldgesellschaft: Baumarten, Pflanzen, Tiere und Pilze – alles was ohne menschlichen Einfluss im Wald vorkommt, bildet dieses System. In einem deutschen FSC-Wald soll sich der Wald vor allem selbst verjüngen, absterbende und morsche Stämme sollen nicht gefällt werden, Äste und Kronen der geschlagenen Bäume müssen im Wald verbleiben. Sie bieten vielen Pflanzen- und Tierarten ein selten gewordenes Zuhause.

 

Öffentlichkeitsarbeit

Wir schaffen Öffentlichkeit für unsere Anliegen. Ob in Diskussionsrunden, in Presseerklärungen oder bei Demonstrationen – wir mischen uns ein, wenn es um den Schutz des Perlacher und Grünwalder Forstes geht.

Im Rahmen unserer Öffentlichkeit ist es uns sehr wichtig, vermehrt vor allem auch junge Leute für den Wald als Lebensraum für Pflanzen und Tiere sowie Ort der Naturerfahrung und Erholung zu begeistern.

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    Dialog mit Politik und Verbänden

    Wir pflegen gute Beziehungen zu den maßgeblichen Entscheidungsgremien auf Kommunaler- und auf Landesebene sowie zu Nichtregierungsorganisationen wie dem Bund Naturschutz, der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald oder dem Landesbund für Vogelschutz. Wir sind außerdem im Dialog mit politischen Entscheidungsträgern im Landtag sowie im Stadtrat und den angrenzenden Gemeinderäten.

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    Wissen

    Damit auch kommende Generationen den Wert und die Bedeutung des Perlacher und Grünwalder Forstes erkennen, engagieren wir uns besonders in der Umweltbildung. Bei Festen und Veranstaltungen des Vereins ist es uns jedes Mal ein besonderes Anliegen, den Besucherinnen und Besuchern, aber vor allem auch unseren kleinen Gästen im Rahmen eines besonderen Kinderprogramms die Faszination der Natur näherzubringen.

    Wann immer es uns möglich ist, versuchen wir ökologische Zusammenhänge auf unseren Festen und Veranstaltungen zum Beispiel anhand von Vogelexkursionen, Greifvogelschauen oder Bienenpräsentationen sinnlich erfahrbar zu machen.

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    Projekte

    Als Perlacherforstverein vertreten wir im Rahmen des „Beteiligungsworkshops NaturErholung Isartal im Süden von München“ die Interessen des Perlacher und Grünwalder Forstes und setzen uns aktiv für den Erhalt des Waldes ein.

    Vor vielen Jahren stiftete der Verein einen Brunnen – den sogenannten Hirschbrunnen. Er befindet sich nahe des Weges „Harlachinger Geräumt“, kurz vor der Giesinger Autobahn. Unsere Arbeitsgruppe kümmert sich seitdem um den Erhalt des Brunnens und erneuerte ihn 2010 vollständig.